Das Berliner Start-up Mymoria kann sich über Kapital freuen: Mehrere Investoren geben einen siebenstelligen Betrag.

Wenn ein Freund oder Angehöriger stirbt, müssen die Hinterbliebenen nicht nur mit dem Verlust umgehen – sondern sich auch um die Beerdigung kümmern. Dabei würden viele am liebsten einfach erstmal nur trauern. Und hier kommt Mymoria ins Spiel.

Das Berliner Start-up ist das erste digitale Bestattungshaus in Deutschland, das die komplette Bestattung plant und organisiert. Und nun erhält das Unternehmen einen Betrag in siebenstelliger Höhe. Zu den Investoren der Series-A-Finanzierungsrunde gehören die Venture-Capital-Gesellschaften b-to-v, Howzat Partners sowie die bisherigen Geldgeber, unter anderem die IBB Beteiligungsgesellschaft.

Kerngeschäft ausbauen

Mit dem Kapital will das Start-up nun das Kerngeschäft wie auch die webbasierte Planung und Buchung von Bestattungen weiter ausbauen. Künftig streben die drei Gründer um Björn Krämer auch eine Internationalisierung an. „Hinterbliebenen bieten wir mit Mymoria erstmalig die Vorteile des Internets wie Kostentransparenz und ständige Verfügbarkeit von zu Hause im geschützten Raum“, sagt Krämer in einer Mitteilung, die WirtschaftsWoche Gründer exklusiv vorliegt.

Das Start-up wurde 2015 unter dem Namen Memoria gegründet und schloss im Mai bereit eine erste Finanzierungsrunde ab. „Der ursprüngliche Name Memoria war uns zu verbraucht und zu unpersönlich“, sagt Krämer. Mit dem neuen Name laufe es nun gut, „weil er persönlich und eingängig ist und sich leicht merken lässt“.

Das könne sich nicht zuletzt bei der geplanten Internationalisierung positiv auswirken. Angaben zu Umsätzen und Gewinnen will das Unternehmen nicht machen. Die Geschäftsentwicklung sei aber „überaus zufriedenstellend“.