Der Entwickler einer Fertigungstechnologie für die Bearbeitung von Siliziumkarbid erhält frisches Kapital und will nun die Produktentwicklung vorantreiben.

Die mi2-factory GmbH schließt eine Finanzierungsrunde ab und holt sich frisches Kapital im oberen sechsstelligen Bereich. Über die genaue Summe wollte das Start-up auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer keine Angaben machen.

Als Investoren beteiligen sich der Bestands-Leadinvestor bm|t GmbH (Beteiligungsmanagement Thüringen) und drei Business Angels aus der Region München. Auf die Privatinvestoren angesprochen, verriet Co-Gründer und CEO Benjamin Tom zwar keine Namen, sagte aber, dass bei dem Zusammentreffen auch der Zufall eine Rolle spielte: “Unsere Investorensuche ist durch eine Mischung aus ‘ora et labora’ erfolgreich geworden. Den Angel der 1.Runde hatten wir bei den Investor Days in Thüringen kennengelernt. Einen weiteren Privatinvestor hat mein Vater überraschenderweise auf einem Wochenendtrip bei einem Weinfest an der Bar durch einen himmlischen Zufall kennengelernt. Und der letzte wurde über Baystartup, das bayerische Startup-Netzwerk für Gründer, Investoren und Unternehmen, auf uns aufmerksam.”

Kunden aus Europa, Asien und den USA

Mit dem eingeworbenen Kapital soll die Produktentwicklung vorangetrieben und die Technologie einen Schritt weiter in Richtung Produktionsreife gebracht werden. “Hierzu benötigen wir weitere Produktionsmittel und Investitionsgüter sowie zusätzliches Personal”, sagte Benjamin Tom.

Die mi2-factory GmbH ist ein 2016 gegründetes Start-up aus Jena im Halbleiterbereich. Mit der selbst entwickelten Fertigungstechnologie für die Bearbeitung des Mikrochip-Grundmaterials Siliziumkarbid, der sogenannten Energiefiltertechnologie, sollen Produzenten von Leistungs-Mikrochips diese optimiert und kostenreduziert herstellen und neuartige Chips kreieren können. Zu den Kunden der mi2-factory gehören eigenen Angaben zufolge große Leistungschiphersteller aus Europa, den USA und vor allem aus Japan, wie General Electric, Wolfsspeed, Infineon Technologies, Fuji Electric, Hitachi Electric und Mitsubishi.