Strategische Investoren aus der Pharmabranche stecken eine hohe sechsstellige Summe in das Münchener Healthcare-Start-up. 

Das 2017 gegründete Münchner Start-up Medikura Digital Health GmbH sammelt eine hohe sechsstellige Summe von Privatinvestoren aus der Pharma-Branche ein, um seine Plattform Nebenwirkungen.de weiterzuentwickeln, auf der Nutzer von Medikamenten auf mögliche Unverträglichkeiten aufmerksam gemacht werden sollen.

Hinzu kommt eine Förderung durch die Europäische Union im Rahmen des Horizon-2020-Programms sowie eine finanzielle Förderung durch die Bundesregierung und den Freistaat Bayern.

Arzneimittelunverträglichkeiten an den Hersteller melden

Das Geld soll in die Ausweitung der Plattform in Österreich und der Schweiz sowie in den für Mitte 2019 geplanten europäischen Roll-Out fließen.

Die Idee für die Meldeplattform kam den Gründern Philipp Nägelein, Tobias Nendel und  Friderike Bruchmann, nachdem letztere selbst unter starken Nebenwirkungen eines Antibiotikums litt, die noch nicht im Beipackzettel aufgeführt waren. „Ich wollte meinen Fall damals behördlich melden, empfand den Prozess jedoch als äußerst umständlich und langwierig“, erklärt Bruchmann.

Über Nebenwirkungen.de können sich Menschen, die unter Arzneimittelunverträglichkeiten leiden, nun über mögliche Nebenwirkungen informieren sowie ihren eigenen Verdachtsfall an den Hersteller melden und dabei auf Wunsch den Arzt oder Apotheker ihres Vertrauens mit einbinden.