Wie investiert Maschmeyer in Start-ups und was ist der nächste Hype im Online-Handel? Antworten im  Wochenrückblick.

Wenn man glaubt, dass im Online-Handel alle Nischen besetzt sind und es für jedes Produkt schon einen eigenen Shop gibt, kommen findige Gründer und beweisen das Gegenteil. So ist es derzeit mit Matratzen. Wie einst an großen Straßenkreuzungen Matratzenläden öffneten, ploppen nun im Netz diverse Anbieter auf. Aus Deutschland beispielsweise Muun, die gerade frisches Kapital bekommen haben.

Sollten die Macher damit Erfolg haben, könnten sie auch für die US-Vorbilder wie Casper interessant werden. Doch die Pläne des Wirtschaftsministeriums, eine Fusionskontrolle für Start-ups einzuführen werden konkreter: Künftig sollen die Kartellbehörden Übernahmen prüfen können. „Wir haben hierzulande leider noch viel zu wenige Exits von internationaler Bedeutung, diese sollten wir nicht zusätzlich erschweren“, kritisiert Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp. Es sei zudem fraglich, wie bei schnell skalierenden Geschäftsmodellen eine Kartellbehörde die Gefahr einer Marktbeherrschung auf möglicherweise noch gar nicht erkennbaren, neuen Märkten prüfen wolle.

Einer dieser neuen Märkte ist die Finanzindustrie. Dass sich die meisten Fintech-Start-ups auch in Berlin tummeln, wurmt viele am Bankenstandort Frankfurt. Daher soll ein Fintech-Zentrum gegründet werden, das Wirtschaftsministerium hat nun mögliche Betreiber vorgeladen.

Für Start-ups im Bereich Lebensmittel und Logistik bietet sich seit kurzem die Metro als Partner an. Nun ging die erste Runde des Accelerator-Programms zu Ende – wir haben einige der Teilnehmer gefragt, was es gebracht hat.

Für viele Diskussionen hatte die Berufung von Carsten Maschmeyer in die „Höhle der Löwen“ gesorgt. Joël Kaczmarek wollte daher wissen, wie sich Maschmeyer bisher als Geldgeber für Gründer geschlagen hat. Schließlich ist er auch da um vollmundige Ankündigungen verlegen und sagte beispielsweise: „Wenn ihr mich als Investor habt, braucht ihr euch nie wieder um Geld zu kümmern“. Kacmarek hat sich daher die Finanzierungen von Maschmeyers Start-ups genau angeschaut. Sein Fazit ist positiv: „Ja, Maschmeyer ist in der Tat sehr aktiv, wenn es um die weitere Finanzierung seiner Beteiligungen geht und lässt den markigen Worten in den meisten Fällen Taten folgen.“