Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche wollen die Gründerinnen von Mara Mea überzeugen. Dorina Hartmann und Maren Will statten Mamas weltweit mit schicker Mode aus.

Eine halbe Minute mit Investor Oliver Samwer im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Eigentlich brauchen wir Oliver Samwer nicht, denn wir wachsen aus eigener Kraft. Wenn wir ihn aber bräuchten, würden wir fragen: Warum sollen Frauen ihren Stil verändern, wenn sie Mütter werden? Unsere Antwort: Wir machen multifunktionale Wickeltaschen und Umstandsmode, die schön ist. Alles kann vor, während und nach der Schwangerschaft, Still- und Wickelzeit getragen werden. Die Designs kommen von uns, produzieren lassen wir meist von kleinen Familienbetrieben in Indien.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir wollten schon länger zusammen ein Modelabel starten. Irgendwann stießen wir auf die Frage, warum Wickeltaschen Bärchenmuster haben müssen, obwohl erwachsene Frauen sie tragen.

Wann ist euch das letzte Mal das Geld ausgegangen – und wie habt ihr überlebt?
Zum Glück noch nie. Erst wenn wir unsere Kollektion auf den Messen verkauft haben, lassen wir produzieren – plus etwas Überschuss für unseren Onlineshop.

Werdet ihr jemals Geld verdienen?
Wir erwirtschaften schon jetzt Gewinn.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …
zielstrebig und kreativ, wie es Mütter sind.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir sind die zwei Gründerinnen und eine Praktikantin. Bei Shootings achten wir aber auf die kulturelle Vielfalt der Models.

Was war euer größter Rückschlag?
Als eine Lieferung im Zoll festhing, konnten wir wochenlang nicht an Kunden ausliefern.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann tragen Mamas in aller Welt unsere Taschen und Kleider.

Fakten zum Start-up

Zahl der Kunden: 105 Läden in Ländern wie China, USA, Oman, Taiwan, Japan und Deutschland
Gründung: 2015
Mitarbeiter: Zwei Gründer, eine Praktikantin und sieben Freiberufler
Finanzierung: Eigenfinanziert