Das Tech-Start-up ermöglicht es Unternehmen, Bonusprogramme aufzubauen. Neue und bestehende Investoren stützen das Geschäft mit einem Millionenbetrag.

Kontaktpunkt für die Kunden: Sogenannte Loyalty-Programme – ein prominentes Beispiel ist Payback – sollen Nutzer dazu animieren, einer Marke oder einem Unternehmen treu zu bleiben. Mit einer cloud-basierten Softwarelösung für genau diesen Zweck will das deutsch-britische Start-up Loyalty Prime auch international noch stärker wachsen.

Die Investoren halten dem Start-up die Treue: In einer aktuellen Finanzierungsrunde konnte Loyalty Prime jetzt einen einstelligen Millionenbetrag einsammeln. Als neuer Geldgeber dabei ist die Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG). Zudem erhöhen die Anfang 2017 eingestiegenen Investoren, darunter die Risikokapitalgeber Senovo und UVC Partners sowie der Privatinvestor Alexander Brühl, ihre Beteiligung.

Das neue Kapital will das Start-up insbesondere für die Internationalisierung einsetzen. Bereits heute besteht neben den Standorten in London und München ein Asien-Büro in Indien. Neu dazugekommen in diesem Jahr ist zudem Atlanta – von dort soll der lukrative US-Markt bearbeitet werden. Nach eigenen Angaben sei es in diesem Jahr gelungen, die Zahl der Kunden zu verdoppeln. Man wolle die Position als einer der weltweit führenden Anbieter von Software-as-a-Service Treue-Lösungen weiter intensiv ausbauen, gibt Mitgründer Christoph Straub als Motto aus.

Viele Branchen im Visier

Konkrete Nutzer seiner Software-Lösung verrät das Unternehmen nicht – wirbt jedoch auf seiner Homepage vor allem um Kunden aus dem Handel, der Hotellerie, der Autobranche und der Unterhaltungsindustrie. In der Pressemeldung zur Anschubfinanzierung vor zwei Jahren hatte Loyalty Prime unter anderem den Flughafenbetreiber Fraport und den Automobilzulieferer TRW als Referenzen angegeben.

Die Treueprogramme selbst können sich dabei direkt an Verbraucher richten, ebenso aber auch an Geschäftspartner, Weiterverkäufer oder Filialen. Das Start-up bietet dabei die Software-Plattform an, auf der Nutzerkonten angelegt und verwaltet werden können – inklusive Funktionen zur Generierung von Gutscheinen oder Cashback-Prämien.

Mit einem kompletten Treueprogramm speziell für Fußballfans hatte sich das Start-up Fanmiles auf den Weg gemacht (und unter anderem Philipp Lahm als Investor gewinnen können). Nach wackeligen Jahren wurde das junge Unternehmen 2018 jedoch an einen Payment-Spezialisten verkauft, wie Gründerszene im September berichtete. Dieser Schritt war mit der Entscheidung verknüpft, auch anderen Unternehmen die Treue-Technologie zur Verfügung zu stellen.