Finale, oho: Zum letzten Mal in Staffel vier treten Gründer an, um die prominenten Investoren zu überzeugen. Wir haben die besten Reaktionen aus dem Netz gesammelt.

19.48 Uhr: Alles hat ein Ende, nur die Gründershows haben zwei: Gleich ist zum letzten Mal in diesem Jahr eine neue Folge der “Höhle der Löwen” zu sehen. Wem das tatsächlich Sorgen macht, der sei beruhigt – die fünfte Staffel der Sendung wurde vor wenigen Tagen vom Fernsehsender Vox bestätigt. Über die auftretenden Löwen im kommenden Jahr dürfte bald spekuliert werden. Carsten Maschmeyer wird auf jeden Fall bereits im kommenden Frühjahr wieder im Fernsehen zu sehen sein – für Sat 1 dreht er bereits eine weitere Gründershow.

19.51 Uhr: Essen war ein großes Thema in den vergangenen Wochen bei “DHDL” – und ganz verschwindet es auch im Finale nicht. Eine Social-Dining-Plattform und ein Spirituosen-Start-up treten an. Daneben geht es aber auch um digitale Lebensläufe – und zwei Mal um Schutz vor ganz reale Bösewichte. Wer schon ein bisschen vorlesen will: Hier sind die Kandidaten von heute.

20.11 Uhr: Kommendes Jahr ist ja dann wieder Fußball-WM. Aber Public Viewing – in etwas kleinerem Maßstab – schafft auch schon die “Höhle der Löwen”:

20.18 Uhr: Kann losgehen. Sebastian Hust, Sebastian Niewöhner und Hendrik Seiler eröffnen das Staffelfinale. Mit einer App, die den Recruting-Prozess digitalisieren und vereinfachen will. Talentcube bietet 20 Prozent der Unternehmensanteile und hätte dafür gerne 400.000 Euro. Was sagen die Löwen? “Willkommen an Bord”? Oder: “Rufen Sie nicht an, wir melden uns bei Ihnen”?

20.25 Uhr: Die Neugier bei den Löwen ist groß, aber Ralf Dümmel sieht sich eher als Kunde denn als Investor. Beim Pitch schauen auch vielleicht einige Start-ups neugierig hin – der Fachkräftemangel ist für junge Digitalunternehmen ein großes Problem.

20.31 Uhr: Im ersten Pitch können die Gründer wählen. Frank Thelen und Carsten Maschmeyer wollen jeweils ein Drittel der Anteile und werben mit Skalierungskompetenz (Thelen) und Promi-Telefonbuch (Maschmeyer) für sich. Die Talentcube-Macher entscheiden sich für Maschmeyer.

20.38 Uhr: Nach dem digitalen Produkt wird es jetzt handfest: Detlev Sommer hat seinen Fenster-Schnapper mit in die “Höhle der Löwen” gebracht – eine Einbruchsicherung für Zuhause. Um die Idee weiter zu entwickeln, will er von den Investoren 50.000 Euro für 20 Prozent.

20.42 Uhr: Erst Investment, dann Einbruch: Carsten Maschmeyer versucht sich am Fenster im Studio, aber scheitert an Sommers Sicherung. Die Löwen fragen neugierig nach und erkennen einen riesigen Markt. Frank Thelen ist raus, Judith Williams fehlt die Leidenschaft, die anderen Investoren zeigen noch Interesse.

20.45 Uhr: Maschmeyer zieht sich zurück, Wöhrl “will es richtig groß machen” und Dümmel strahlt über beide Ohren, weil er so begeistert ist von Gründer und Produkt. Sommer zieht sich kurz zum Selbstgespräch zurück – und kommt mit einer klaren Entscheidung zurück. Die gibt es – natürlich – erst nach der Werbung. Aber das Internet hat so eine Vermutung:

20.53 Uhr: Für die nächste Finanzierungsrunde müssen die Talentcube-Jungs übrigens nicht mehr die Hemden aufbügeln und ins Fernsehen. Unter dem WiWo-Gründer-Tweet sichert Frank Thelen direkt mal seine Unterstützung zu.

20.59 Uhr: Zurück aus der Pause, zurück im “Höhle-der-Löwen”-Alltag: Wenn es irgendwo ein Produkt gibt, dass gut in die Regale des Einzelhandels passt, dann dümmelt es. Der Fenster-Schnapper also mutmaßlich schon morgen im Bauhaus Ihres Vertrauens.

21.08 Uhr: “Irgendwas tracken die”, analyisert Carsten Maschmeyer den Aufbau. Und Frank Thelen hat schon so einen ganz richtigen Verdacht: Katrin Reuter und Maxim Loick haben mit Trackle einen Sensor entwickelt, der Frauen dabei helfen soll, zu erkennen, wann sie schwanger werden können. Für 400.000 Euro wollen sie 15 Prozent der Anteile – so soll das aufwendige Produkt zur Marktreife gelangen.

21.13 Uhr: Während Trackle von den Investoren getackelt wird, schauen wir ins Archiv: Gesundheit, oder in Start-up-Sprache „Healthtech“, hat gerade in diesem Jahr als Thema noch einmal Fahrt aufgenommen. Ein Beispiel ist der neue Heartbeat Labs-Inkubator der Hitfox-Group. Mit der speziellen Zielgruppe Frauen haben sich bereits eine ganze Reihe an jungen Unternehmen auf den Weg gemacht – hier zehn Start-ups von Verhütung über Schwangerschaft bis Krankheitsprävention.

21.17 Uhr: Die Bewertung finden Maschmeyer, Wöhrl und Dümmel ähnlich riskant wie manche Verhütungsmethode. Williams fehlt der Einblick auf den komplizierten Medizintechnik-Markt. Thelen lässt sich noch einmal durch den Zyklus führen – und sieht die Positionierung als Verhütungsmittel schwierig. Kein befruchtendes Ergebnis für Tackle.

21.28 Uhr: Große Gedanken: Erdal Alim und Philipp Benseler wollen die “Gastrowelt revolutionieren”. Ihre App Chef.One bringt ambitionierte Hobbyköche mit hungrigen Städtern zusammen. Um das Produkt groß zu machen, suchen sie die Unterstützung der Löwen. 100.000 Euro für 15 Prozent sind der Deal, den sie anstreben.

21.38 Uhr: Das Internet läuft wieder zu Höchstformen auf, wenn es um die Kombianation der Start-ups geht.

21.40 Uhr: 15 Prozent verlangen die Gründer von den hungrigen Gästen, 5000 Nutzer sind registriert, über 150 Dinner haben stattgefunden. Die Chef.One-Macher haben die Zahlen-Zutaten für die Fragen von Dümmel & Co parat.

21.49 Uhr: Noch sind die Umsätze eher dünn, das Schlagwort Skalierbarkeit lässt aber die Augen von Thelen strahlen – und schleicht sich zu Judith Williams rüber. Maschmeyer sieht dagegen zu viele Unbekannte, Dümmel sieht sich eher als Last bei einem digitalen Produkt. Dagmar Wöhrl sieht sich ebenfalls nicht als passenden strategischen Partner.

21.52 Uhr: Schmeckt. Judith Williams und Frank Thelen schließen Marketing- und IT-Kompetenzen zusammen und erwägen ein gemeinsames Investment. Im Netz gibt es erste Bewerbungen für eher simple Dinner-Events.

21.58 Uhr: 150.000 Euro für 25 Prozent bieten Williams und Thelen im Paket. Die Gründer müssen nicht lange zögern – sie schlagen ein. “Das ist die erste App, die mich begeistert”, freut sich Williams in der Sendung. Wie es für Chef.One nach der Aufzeichnung im April weiterging, verraten die Gründer übrigens morgen bei uns im Interview.

22.01 Uhr: 3Bears profitierte vom Investment – und vor allem von der TV-Präsenz ihres Porrdiges in der “Höhle der Löwen”. Im Interview bei uns berichteten sie, warum sie nicht enttäuscht sind, dass sie deutlich mehr Anteile an Frank Thelen und Judith Williams abgeben mussten als geplant: “Als die beiden allerdings auf unseren Verhandlungsversuch nicht eingegangen sind, wollten wir sie trotzdem unbedingt an Bord haben und mussten nicht lange darüber nachdenken. Und mit der Entscheidung sind wir sehr glücklich“, sagt Mitgründerin Carolin Steingruber.

22.07 Uhr: Zurück zu den bösen Buben – und deren Start-up-Gegnern. Christian Anuth, Markus Weintraut und Christian Werner haben ein vernetztes Fahrradschloss entwickelt, welches mit dem Smartphone verbunden ist und es bei Entfernung verschließt. Und sollte es ein Dieb wegtragen wollen, piept I lock it laut. Um selbst voranzukommen, wollen die Gründer 135.000 Euro von den Investoren und bieten dafür zehn Prozent der Anteile.

22.13 Uhr: Wenn nicht schon wieder Werbung wäre, könnten jetzt schlaue Fragen wie diese zum Produkt kommen:

22.23 Uhr: Jetzt sind die Investoren aber wieder dran – und auch sie haben gute Fragen und Zweifel an Vertrieb, Bewertung und Nutzererfahrung. Die Gründer können dafür argumentieren, dass sie schon knapp 2000 Exemplare über Crowdfunding-Kampagnen vertreiben konnten. Doch nach und nach verabschieden sich die Löwen: Zuerst Thelen, dann Williams, jetzt Wöhrl, nun auch Maschmeyer.

22.27 Uhr: Bei 1,3 Millionen Euro Firmenbewertung muss sogar Ralf Dümmel schlucken – und steigt ebenfalls vom Pitch-Pedal. Kein Investment für die drei Bastler aus Brandenburg. Motivation für einen neuen Markt kommt aus dem Internet.

22.27 Uhr: Aus dem Winzerkeller in die Höhle der Löwen: Andreas und Waldemar Wegelin haben die  Tastillery gegründet – das Start-up bietet Probiersets mit hochwertigem Alkohol an. Um dem Geschäft mehr Umdrehungen zu verleihen, bieten sie 20 Prozent der Firmenanteile für 100.000 Euro.

22.38 Uhr: Rum zum Runterkommen sorgt für Hochgefühle bei den Investoren – Judith Williams freut sich, Carsten Maschmeyer erinnert sich. Aber reicht das für ein Investment?

22.51 Uhr: Zum Ende des Abends und der Show kommen die Investoren ins Plaudern. So richtig warm werden sie jedoch nicht mit dem Geschäftsmodell oder dem Inhalt des Produkts. Außer Dagmar Wöhrl: Sie will auf ein langsames, aber nachhaltiges Wachstum der Tastillery mit den beiden Machern setzen und nimmt das Angebot der Gründer an.

22.53 Uhr: Vier Start-ups konnten heute punkten, zwei mussten ohne Investment weitermachen – durften aber wertvolle TV-Minuten auf der Habenseite verbuchen.

22.56 Uhr: Aus, aus, die Show ist aus: „Die Höhle der Löwen“ verabschiedet sich für dieses Jahr – morgen berichten bei uns die Gründer von Chef.One noch, wie es nach dem Deal in der Sendung für sie weiterging. Wer in Erinnerungen an diese Staffel schwelgen will, findet hier alle unsere Liveblogs, Vorstellungen und Interviews rund um die Sendung. Wir bedanken uns für das Interesse und die vielen, vielen humorvollen und cleveren Tweets rund um die Sendung – und skalieren jetzt fröhlich in den Feierabend.