Die elfte Folge von Staffel vier der Gründershow: Sechs Start-ups werben um die Gunst der Investoren. Wir haben die besten Reaktionen aus dem Netz gesammelt.

19.55 Uhr: Drüben im Ersten läuft ein Testspiel, die Start-up-Szene wird heute Abend wohl wieder Vox einschalten: Sechs Mannschaften treten in der elften Ausgabe der diesjährigen Staffel „Die Höhle der Löwen“ an. Ähnlich wie beim Fußball dauert es rund 90 Minuten, bis ein Spiel entschieden ist – freilich wird dabei nicht gegen einen Ball getreten, sondern es werden Geschäftsmodelle präsentiert und mit Zahlen jongliert. Für Zuschauer sind die Pitches zu wenigen Minuten zusammengeschnitten. So lässt sich in der Sendezeit ein ganzes Turnier unterbringen. Hilfreich für alle Kommentatoren: Tweets dürfen nun doppelt so lang sein.

20.05 Uhr: Vergangene Woche stand es am Ende 3:2 für die Deals, für heute erwarten wir ein höheres Ergebnis. Schließlich versprechen die aktuellen Protagonisten allesamt ein besseres Leben – mit: veganem Käse, alkoholfreien Partys, hygienischen Toilettengängen, fantasievollen Spielzeugen, wärmenden Wintersachen und einem luxuriösen Futternapf für Vierbeiner. Hier der Überblick zu allen Start-ups der Folge.

20.20 Uhr: Angekündigt hatte Frank Thelen es versehentlich schon in der letzten Woche, nun ist es tatsächlich so weit: Hundewelpen dürfen im Löwenkäfig tollen. Mitgebracht hat die Marcus König aus Graz. Der 35-Jährige hat den Yumminator entwickelt – einen rutschfesten Futternapf mit integrierter Unterlage. Er erhofft sich 125.000 Euro und würde im Gegenzug 15 Prozent seiner Firmenanteile abgeben. Ob der Trick mit den Welpen wirkt?

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20.25 Uhr: Die Freude über die Welpen ist groß, auch als einer Kleinen sein Geschäft vor den Juroren erledigt. “Süüüüüüüüüß” – nun gut. Der Pitch gerät ein wenig in den Hintergrund.

20.30 Uhr: Um die Befüllung für den Hundenapf kümmern sich übrigens zum Beispiel die Gründer von AlphaPet gerne – die haben im Sommer für edles Tierfutter 13 Millionen Euro eingesammelt. Dass Start-ups für den Hund generell hoch im Kurs stehen, lässt sich indes schon länger beobachten.

20.31 Uhr: Begeistert waren sie alle, getraut hat sich am Ende nur Ralf Dümmel. Es gab 150.000 für 20 Prozent. Erstes Tor für die Deals.

20.35 Uhr: „Alles andere ist Käse“: Der Slogan von Happy Cheeze ist durchaus passend, handelt es sich doch um ein veganes Ersatzprodukt auf Basis von Cashwekernen. Gründer Mudar Mannah (44) ist übrigens gelernter Unfallchirug – und hat lange in seiner heimischen Laborküche experimentiert. Er und sein Geschäftspartner Rocky Wüst (35) bieten zehn Prozent der Firmenanteile gegen 500.000 Euro.

20.40 Uhr: Dass vegane Ernährung ein lukratives Geschäftsfeld ist, weiß auch der frühere Daimler-Manager Jan Bredack – Gründer der Supermarktkette Veganz. Wie es zu dem Jobwechsel kam, berichtete er WirtschaftsWoche Gründer im vergangenen Jahr im Interview.

20.47 Uhr: Trotz zweifelhaftem Käsekostüm legen die Jungs von Happy Cheeze einen sauberen Pitch hin – “Wir wollen die Weltherrschaft für vegane Milchalternativen.” Das weckt den Appetit von Carsten Maschmeyer. Zusammen mit Frank Thelen will er vielleicht einsteigen. Auflösung nach der Werbung.

21.02 Uhr: 30 Prozent wollen Thelen und Maschmeyer zusammen bekommen. Aus dem “zarten Pflänzchen” wollen sie einen “botanischen Garten” machen. Die Gründer tauschen sich am Handy mit einem befreundeten Unternehmer aus – der Telefonjoker hat offenbar zugeraten. 2:0 für die Deals.

21.10 Uhr: Jetzt geht es um beheizbare Kleidung. Erstmal rätseln aber noch alle, wie man Vulpés eigentlich ausspricht. Joanna Wiese (30) und Rustam Ismailov (30) aus Kiel haben Einlegesohlen und Mützen entwickelt, die mit Wärmepads ausgestattet sind. Das Ganze lässt sich per App steuern. Die Gründer hoffen auf ein Investment von 200.000 Euro und bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile. Drüben bei Twitter herrscht Skepsis vor.

21.19 Uhr: Unterschiedlich, aber positiv reagieren die potenziellen Investoren. “Mit den Fußwärmern laufen Sie bei mir offene Türen ein”, sagt Carsten Maschmeyer. Frank Thelen ist vom Design begeistert. Ralf Dümmel gratuliert den Gründern dazu, dass sie ein Paar sind. Judith Williams zieht Vergleiche zu ihrer geliebten Heizdecke.

21.25 Uhr: 60.000 Euro Umsatz und eine Firmenbewertung von einer Millionen Euro – das passt aus Sicht der Löwen nicht zusammen. Ob Frank Thelen trotzdem noch investiert, erfahren wir erst nach der Werbung.

21.34 Uhr: Wenig überraschend verabschiedet sich auch Frank Thelen. Er rät dem Gründer-Duo, sich auf eine Nische zu konzentrieren. Die Deals liegen nur hauchdünn mit 2:1 in Führung. Im Kölner Rheinenergiestadion liegt übrigens Frankreich mit einem Tor vorne.

21.35 Uhr: Jetzt geht es um Spielzeug. Benedikt Kirsch (37) hat ein patentiertes Baukastensystem mit Magneten entwickelt, mit dem Kinder ihre Ideen aktiv umsetzen können. Die Idee zu Tukluk hatte der Produktdesigner bereits vor zehn Jahren und ab da war es ein langer Entwicklungsprozess. Um die Produktpalette erweitern zu können, hofft er auf ein Investment. Er bietet zehn Prozent der Firmenanteile für 180.000 Euro.

21.43 Uhr: Das günstigste Stet mit drei Matten kosten 230 Euro – das macht die “Löwen” stutzig. Dabei kostet eine Matte in der Herstellung nur 20 Euro. Die Marge ist also ordentlich. Bei Twitter versuchen die Kommentatoren noch, mit dem Namen des Start-ups klarzukommen.

21.48 Uhr: Die hohe Unternehmensbewertung stößt erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe. Frank Thelen, Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Dagmar Wöhrl sind raus. Ralf Dümmel hat schon mitgespielt – wird er investieren? Erstmal Werbung.

21:50 Uhr: Am Spielzeug-Markt probieren sich übrigens immer wieder Start-ups. Frank Thelen etwa investierte in „Die Höhle der Löwen“ schon in den Spieleversender Meine Spielzeugkiste – im Sommer sammelten die Gründer frisches Kapital ein. Erfolg mit Roboterbaukästen für Kinder hat Tinkerbots, Spielzeug aus dem 3D-Drucker fertigt Tinkertoys.

22.00 Uhr: Es hat wieder gedümmelt – auch wenn Benedikt Kirsch mehr abgeben musste, als geplant. 3:1 steht es nun im Duell “Deal” gegen “Nicht-Deal”. Ideen, wie man bei Tukluk den Preis runterkriegen kann, gibt es schon bei Twitter.

22.05 Uhr: Partys ohne Kater wollen Martin Bressem (27) und Jonas Höhn (28) den Gründern schmackhaft machen. Mit ihrem Start-up DetoxRebels veranstalten alkoholfreie Partys. Statt Bier und Schnaps gibt es Kokoswasser, Ingwershots und frische Smoothies. Sie erhoffen sich ein Investment von 200.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

22.16 Uhr: In der Werbepause haben Twitter-Nutzer die Idee schon zerlegt. Die Investoren sind zumindest von den Shots begeistert.

22.25 Uhr: Die Sympathie für die Gründer ist groß – investieren will aber keiner der “Löwen”. 3:2.

22.30 Uhr: Nach HappyCheeze kommt nun HappyPo. Gegründet haben das Unternehmen Oliver Elsoud (33) und Frank Schmischke (28) aus Berlin. Die mobile Po-Dusche soll nicht nur besonders hygienisch, sondern auch umweltfreundlich sein. Die Berliner haben einen Kapitalbedarf von 120.000 Euro und bieten im Gegenzug 25 Prozent ihrer Firmenanteile an.

22.48 Uhr: Die Idee bringt die Investoren zum Schmunzeln – bei der Unternehmensbewertung hört der Spaß aber auf. Carsten Maschmeyer findet das Thema zudem “zu sensibel”, auch Ralf Dümmel findet es in der Kommunikation zu schwierig. Judith Williams fühlt sich auch ohne Po-Dusche “frisch”. Doch Dagmar Wöhrl schlägt zu. Freude in der Runde, ,an wünscht sich “gute Geschäfte”.

22.50 Uhr: So endet die Sendung heute mit einem 4:2 – Yumminator, Happy Cheeze, Tukluk und HappyPo haben Investoren gefunden. Morgen berichtet Mudar Mannah von Happy Cheeze im Interview bei WirtschaftsWoche Gründer, wie es für das Start-up seit der Aufzeichnung weitergegangen ist. Der Vollständigkeit halber sei hier noch gesagt: Der Fußballabend in Köln ist 2:2 ausgegangen. Mario Götze konnte in der dritten Minute der Nachspielzeit noch ausgleichen.