Eine Milliarde für Spotify, 20 Millionen Umsatzerwartungen für das kleine Augsburger Start-up LittleLunch. Was diese Woche wichtig war.

Spotify hat Apple in dieser Woche endgültig den Kampf angesagt: Der schwedische Musikdienst hat sich eine Milliarde Dollar von Finanzinvestoren geliehen. Auch ein Börsengang wird damit immer wahrscheinlicher. Spotify hat mittlerweile 30 Millionen zahlende Abo-Kunden und liegt damit deutlich vor dem Konkurrenten Apple, der ist aber auch erst vor einem halben Jahr gestartet.

In naher Zukunft wird wohl kein deutsches Start-up den Sprung auf das Parkett wagen. Gute Nachrichten gab es trotzdem: Das Aachener Start-up Lisk sammelte fünf Millionen Euro ein. Damit kann die App-Plattform, die in der Blockchain funktioniert, weiter entwickelt werden. Einen großen Sprung hat in dieser Woche auch das Kölner Start-up Studimed gemacht: Als Kooperationspartner der Medizinischen Universität Sofia bietet das Start-up ein Medizinstudium in englischer Sprache an. Ab dem Wintersemester 2016/2017 wird StudiMed, Bewerbern aus Deutschland europaweit Studienplätze in Human-, Zahn- und Tiermedizin vermitteln. „Wir haben einen bindenden Vertrag mit der MU Sofia unterzeichnet und nehmen geeignete Ausbildungsräumlichkeiten in Augenschein“, sagt StudiMed-Geschäftsführer Hendrik Loll.

Das Suppen-Start-up LittleLunch – bekannt aus der Höhle der Löwen – hat seine Umsatzprognosen auf 20 Millionen Euro aufgestockt. Ein ganz schönes Vorhaben für ein Start-up, das erst zwei Jahre alt ist. Außerdem soll nach China und England expandiert werden. Die Augsburger entwickeln Bio-Suppen, die über ein Abonnement-Modell direkt ins Büro geliefert werden. Aktuell umfasst das Sortiment sechs verschiedene Sorten, die ungekühlt bis zu zwei Jahren haltbar sind. Und haben dabei prominente Partner an ihrer Seite: Mittlerweile führen 4.000 Einzelhändler, unter anderem Edeka, Real und Globus, in Deutschland und Österreich die Bio-Suppen. Künftig kommt noch Rewe dazu.

Und wir bleiben noch kurz bei gesundem Essen: Früher war Jan Bredack Manager bei Daimler, dann stieg er aus und gründete Veganz. Sein Erfolgsrezept: Einfach machen – und wenig schlafen. Und das mit Erfolg: Bis 2020 will er an die Börse. Für 2015 haben wir 21 Millionen Euro umgesetzt, 2016 rechnen wir mit 70 bis 80 Millionen Euro. Das sind riesige Schritte und hilft dabei, rentabel zu werden – was wir momentan noch nicht sind.