Kapital für Start-ups wird oft mit Wagniskapital gleichgesetzt. Dabei nutzen viel mehr Gründer Kredite. Der Anteil hat sich zuletzt fast verdoppelt.  

Auch Gründer nutzen offenbar die momentanen Niedrigzinsen. 59 Prozent der Start-ups haben in diesem Jahr eine Kreditfinanzierung in Anspruch genommen, im Vorjahr waren es nur 30 Prozent. Dies ergab eine Umfrage der Beratung PwC bei 400 Start-ups.

Der Gang zur Bank könnte auch eine Reaktion auf den erschwerten Zugang zu Wagniskapital sein. 52 Prozent finden es derzeit schwierig, Investoren zu überzeugen. Im Vorjahr waren es nur 30 Prozent. Die wichtigste Finanzierungsquelle bleiben jedoch „Friends & Family“: 80 Prozent der Befragten haben auf Geld aus dem privaten Umfeld und eigene Mittel zurückgegriffen.

Die Aussichten werden generell positiv eingeschätzt. „Die Chancen für eine erfolgreiche Entwicklung für Start-ups sind günstig“, sagt Philipp Medrow, Partner bei PwC und Leiter der Start-up-Initiative „Next Level“. „Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft.“

So erwartet jeder zweite Firmenchef ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent. Rund sieben von zehn Start-ups wollen in den kommenden zwölf Monaten neue Kollegen einstellen. Im Durchschnitt soll die Anzahl ihrer Mitarbeiter um 13 Prozent steigen. Oft geht das jedoch nicht so schnell, wie gewünscht: 74 Prozent der Befragten bezeichneten die Mitarbeitersuche als schwierig.