Das deutsche Start-up Kreditech gewinnt erneut einen großen Investor. Rakuten investiert insgesamt zehn Millionen Dollar.

Es ist nicht der erste große namhafte Investor, den das Hamburger Start-up gewinnt: Bereits im vergangenen Jahr stieg Paypal-Gründer Peter Thiel bei dem Fintech ein. Der in Frankfurt geborene Investor soll damals einen zweistelligen Millionenbetrag in den Unternehmen gesteckt haben. Im März stieg dann die Weltbank mit weiteren zehn Millionen Euro ein.

Es war bereits die dritte Finanzierungsrunde für das Start-up, das schon damals über ein Volumen von mehr als 92,7 Millionen Euro verfügte. Nun hat das Unternehmen einen neuen Großinvestor gefunden, wie das Portal Techcrunch berichtet.

Rakuten gehört zu den zehn größten Internetunternehmen. Der japanische Konzern verkauft, anders als Amazon, in seinem Online-Shop keine Waren, sondern bietet Webshops eine Plattform –gegen eine monatliche Grundgebühr. Mit Kreditech geht der Konzern nun eine strategische Partnerschaft ein, außerdem fließen zehn Millionen Dollar.

Das ist eines der größten Investments, das Rakuten bislang in Deutschland tätigte. Aktuell wird das Start-up mit 300 Millionen Euro bewertet. Was den neuen Partner so interessant macht, ist vor allem dessen Banklizenz in Luxemburg. Künftig will das Unternehmen auch dort Produkte verkaufen – und das soll auch auf Pump möglich sein, und da kommt Kreditech ins Spiel.

Das Start-up ist seit 2012 am Markt und vergibt Kredite an Kunden, die von Banken keine mehr bekommen würden. Kreditech vergibt dabei Mikro-und Ratenkredite und hat dafür eine eigene Scoring-Technik entwickelt. Dabei setzt das Start-up vor allem auf den polnischen und spanischen Markt, aber auch auf Entwicklungsländer.

Das Start-up ist allerdings nicht unumstritten: Im vergangenen Jahr sollen Tausende Kundendaten gestohlen wurden sein, darunter Personalausweise, Telefonnummern und Kontoauszüge.