Die Befristung eines Arbeitsvertrages, gleich ob mit oder ohne Sachgrund, bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Der Vertrag muss also vor dem ersten Arbeitstag des Mitarbeiters von beiden Vertragsparteien unterzeichnet worden sein.

Ist der Befristungsendzeitpunkt erreicht, endet das Arbeitsverhältnis, ohne dass der Arbeitgeber eine gesonderte Kündigung ausbringen muss. Wird der Arbeitnehmer jedoch über diesen Zeitpunkt hinaus beschäftigt, geht das befristete Arbeitsverhältnis automatisch in ein unbefristetes über. Hier ist also unbedingt Fristenpflege erforderlich.

Auch die Verlängerung einer Befristung muss sorgfältig angegangen werden. Ist sie zum Beispiel mit veränderten Arbeitsbedingungen – etwa hinsichtlich der Arbeitszeiten, der Einsatzgebiete oder des Lohns – verknüpft, ist dazu vorab eine gesonderte Vereinbarung nötig. Der Zeitpunkt für die Verlängerung der Befristung ist ebenfalls wichtig. Er muss zwingend vor Ablauf der zu verlängernden Befristungsperiode liegen, damit kein unbefristetes Arbeitsverhältnis entsteht.

Kündigungsmöglichkeiten vereinbaren

Wird ein befristetes Arbeitsverhältnis abgeschlossen, sollte unbedingt darauf geachtet werden, eine ordentliche Kündigungsmöglichkeit zu vereinbaren. Die vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch eine fristgerechte Kündigung ist sonst nicht möglich. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt allerdings stets unberührt.

Ein weiterer bedeutsamer Vorteil der Befristung von Arbeitsverhältnissen ist, dass die Befristung auch mit Personen vereinbart werden kann, die besonderen Kündigungsschutz genießen. Schwangere, Schwerbehinderte und Arbeitnehmer im Erziehungsurlaub gehören in diese Gruppe von Beschäftigten. Auch ihnen gegenüber endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf der vereinbarten Frist, ohne dass der besondere Kündigungsschutz eingreift.

Fazit: Durch die Befristung haben Arbeitgeber die Möglichkeit, Arbeitnehmer zu erproben, ohne sich langfristig binden zu müssen. Zudem kann in regelmäßigen Abständen der Kosten-Nutzen-Effekt der eingesetzten Arbeitskraft überprüft werden. Schließlich kann der Unternehmer flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren und seinen Personalbestand relativ flexibel der Auftragslage anpassen.