Unternehmer und Zuwanderer zusammenbringen – das ist das Ziel von Yukiko Kobayashi und Alexa-Andrea Drichelt, Gründerinnen des Hamburger Unternehmens ImpactDock.

Von Maria Terhart

„Profitable, pfiffige Ideen entwickeln, um das Potential von Zuwanderern im besten Sinne zu nutzen“ – das will Yukiko Kobayashi mit ihrer neuen Initiative ImpactDock erreichen. Die Gründerin des Hamburger Inkubators sieht Migration als große Chance für Städte und ihre Unternehmen. Viele der Ankommenden sind gebildet, sprechen mehrere Sprachen und verfügen über berufliche Erfahrung aus ihren Heimatländern. Es mangelt ihnen nur an Kenntnissen über die lokalen Wirtschaftsstrukturen und an Kontakten zu einheimischen Unternehmern. Genau das will Kobayashi mit ihrer Initiative ändern.

Bei ImpactDock handelt es sich um ein Cross-Mentoring-Programm, das Flüchtlinge mit Schlüsselfiguren der Hamburger Wirtschaft zusammenbringt. Ein Unternehmer steht einem Migranten für ein Jahr als Mentor zur Seite. Am Ende sollen beide gewinnen: Die Mentoren haben die Möglichkeit, ihre interkulturelle Kompetenz auszubauen und die Innovationskraft ihres Unternehmens zu stärken, indem sie den Mentee als Inspiration wahrnehmen. Der Mentee widerum kann Kontakte knüpfen und das Unternehmertum in Hamburg kennenlernen.

Dienstleistungen für muslimische Kunden optimieren

Der Startschuss für das Pilot-Projekt des Cross-Mentoring Progamms wird am 16. Oktober bei einer Kick-off-Veranstaltung fallen. Wie genau das Jahr für Mentor und Mentee danach ablaufen wird, liegt stark in der Hand der Teilnehmenden.

Manche der Mentoren stehen vor einer Beförderung, die von ihnen verlangen wird, sich auf internationalem Parkett zu bewegen. Ihr Hauptaugenmerk wird darauf liegen, interkulturelle Sensibilität zu erlernen. Andere sehen in Zuwanderung unerschlossene Märkte und wollen ihre Dienstleistungen zum Beispiel für muslimische Kunden optimieren.