Der Konzern IBM baut gemeinsam mit der Stadt Berlin eine IT-Plattform, die Digital City, auf. Sie soll eine zentrale Anlaufstelle für Start-ups werden.

Der US-Konzern IBM und die vom Land unterstützte Berlin Start-up Unit wollen gemeinsam eine digitale Plattform für Gründer und Entwickler schaffen. Die Initiative nennt sich Digital City Berlin und soll die Start-up-Szene als Knotenpunkt für Informationen und Vernetzung dienen. Das gaben IBM und die Berlin Start-up Unit am Dienstag auf der Unternehmensgründer-Konferenz Heureka bekannt.

Das Herzstück der Initiative soll das Webportal TechBerlin werden. Dort sollen sich junge Unternehmer, Entwickler, Venture Capitalists oder auch einfach Technikinformierte informieren und austauschen können. Auf der Seite sollen sie neben Veranstaltungshinweisen auch Jobangebote oder Büroräume finden sowie Hilfen zur Existenzgründung. Das Portal TechBerlin wird bisher von den Beratern Openers betrieben.

Am Ende profitiert nicht nur Berlin

Dass sich der Konzern für Berlin entschieden hat, begründet IBM mit einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Demnach werden in der Hauptstadt bis 2020 rund 100.000 neue Jobs durch die Technologiebranche geschaffen.

Berlin ist nicht die einzige Stadt, die sich der US-Konzern IBM für seine Initiative Digital City ausgesucht hat. Insgesamt zählen 30 Städte zu der Kampagne. Vorbild ist die Stadt New York, die mit Digital NYC den Anfang machte. Mit unserer Digital-City-Initiative wollen wir ein optimales Umfeld für die kommende Generation Unternehmer schaffen“, sagte Martina Koederitz, Vorsitzende von IBM Deutschland, einer Mitteilung zufolge. Sie hofft, dass sich die Plattform schnell als „Herzstück der lokalen Community“ etablieren wird.

Allerdings ist das Projekt natürlich keine reine Wohltätigkeit des Unternehmens. IBM betreibt durch das Projekt auch Eigenwerbung: Start-ups können die Cloud-Produkte des Unternehmens durch die Initiative testen. Die Idee dahinter ist klar: Je früher sich ein Start-up für ein bestimmtes Cloud-System entscheidet, desto wahrscheinlicher wird es nicht mehr wechseln. Am Ende profitiert also nicht nur Berlin.