SevenVentures führt eine 11 Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde bei dem Online-Vermittler für Renovierungsarbeiten an. Jetzt will die Plattform ihre Präsenz weiter ausbauen.

Ein neuer Geldgeber für Homebell: Seven Ventures, der Finanzinvestor der Mediengruppe ProSieben Sat1, steigt bei dem 2015 gegründeten Portal ein, das Handwerker für Renovierungsarbeiten vermittelt. Ein Teil der Finanzierungssumme fließt dabei in TV-Werbezeiten, die die ProSieben Sat1-Gruppe bereit stellt. „Gerade im Online-Servicebereich gibt es noch viele spannende Geschäftsmodelle mit starkem Wachstumspotenzial“, sagt SevenVentures-Chef Florian Pauthner, „Homebell gehört definitiv dazu.“

Neben SevenVentures sind auch bestehende Geldgeber wie Lakestar, Global Founders Capital, Index Ventures sowie die Versicherungsunternehmen Axa und Helvetia (über deren Investmentarm) mit dabei. „Wir werden auch weiterhin in unsere Technologie investieren und die Handwerker stärken, damit unsere Kunden Spaß am Renovieren haben“, sagt Mitgründer Felix Swoboda.

In Deutschland und den Niederlanden will das Start-up dank des neuen Kapital weiter wachsen – auch mit neuen Produktkategorien: „Konkret werden wir vermehrt mit Inspirationen auf der Website arbeiten, um dem Kunden Ideen für die Renovierung an die Hand zu geben“, sagt Swoboda gegenüber WiWo Gründer.

Neue Angebote für höhere Warenkörbe

Innerhalb von wenigen Minuten sollen die Nutzer so Verschönerung für die eigenen vier Wände buchen können – und so dem Portal und den angeschlossenen Handwerker höhere Umsätze bescheren. Mit einer ähnlichen Erweiterung ihres Warenkorbs sind auch Portale wie Helpling vorgegangen, wo seit vergangenem Jahr neben Reinigungsdienstleistungen auch Maler und Möbelbauer vermittelt werden.

Nicht alle Pläne lassen sich jedoch so schnell umsetzen wie geplant. Nach dem Einstieg des Versicherungskonzerns Axa im vergangenen Sommer waren einige gemeinsame Projekte angedacht, etwa zum gegenseitigen Zuführen von Kunden. Heute klingt das ganze etwas vorsichtiger. Man sei im „kontinuierlichen Austausch“, sagt Swoboda: „Es gilt dabei, die Prozesse zunächst zu verstehen und zu prüfen, welche Verbesserungen möglich sind.“ Homebell sei jedoch zuversichtlich, die Partnerschaft über die nächsten Monate zu intensivieren.