Gleich drei Start-ups aus dem Food-Bereich wollen den „Löwen“ in der heutigen Sendung Appetit auf ein Investment machen. Eine Vorschau.

Mit einer kleinen Überraschung wartet heute Abend „Die Höhle der Löwen“ auf: In Folge vier der Gründershow sehen sich die Start-ups einer veränderten Investoren-Jury gegenüber. Judith Williams, so gab bei Vox vorab bekannt, ist bei der Aufzeichnung krankheitsbedingt ausgefallen – auf ihrem Sessel nahm deswegen der Medienunternehmer Georg Kofler Platz.

Welche Geschäftsideen dem neuen „Löwen“-Rudel Appetit machen – hier schon die Bewerber im Kurzüberblick:

KletterLetter
Nicht Raubkatzen, sondern zahme Stubentiger haben Lutz Spendig (39) und Julia Posniak (36) mit KletterLetter im Visier. Entwickelt hat das Düsseldorfer Start-up Katzenmöbel in Buchstabenform – als stylische Alternative zu herkömmlichen Kratzbäumen. Noch sind die Herstellungskosten für die patentierten Designobjekte allerdings viel zu hoch. Größere Stückzahlen und günstigere Preise will das Gründerduo mit Hilfe eines Investors erreichen. Ihr Tauschangebot: 50.000 Euro gegen 20 Prozent der Firmenanteile.

Soundbrenner
Florian Simmendinger (28) und Julian Vogels (29) wollen Musikern helfen, in den Takt zu finden. Die Gründer haben dazu Soundbrenner Pulse entwickelt: ein Metronom, das man nicht hört, sondern fühlt. Das Gerät kann am Handgelenk, Arm oder Bein getragen werden und vibriert im Takt. Eingestellt wird dieser über eine App. Eine Anschubfinanzierung soll dem Start-up mit Sitz in Berlin und Hongkong den Weg auf große Bühnen ebnen. Für satte 1,5 Millionen Euro würden sie zehn Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

Kajnok
Pasta schlemmen und dabei abnehmen: Das will Sonja Zuber (37) ihren Kunden ermöglichen. Mit ihrem Hamburger Start-up vertreibt sie unter dem Markennamen „Kajnok“ Nudeln ohne Fett und Zucker. Glutenfrei und vegan sind die Teigerzeugnisse obendrein. Die Grundlage bildet die ballaststoffreiche und kalorienarme Wurzel der Konjak-Pflanze. Schon zwei Millionen Nudelpakete wurden produziert – jetzt will die Gründerin ihre schlanke Pasta zu einem Schwergewicht im deutschen Handel machen. Von einem Investor erwartet sie 200.000 Euro. Dafür gibt es zehn Prozent der Firmenanteile.

Go Simply
Luxus für die Masse, so lautet das Credo von Go Simply aus Schwanewede. Mit ihrem patentierten Heckklappenöffner wollen Christoph Eisold (26), Alexander Wirtgen (26), Simon Gabriel (27) und Jan-Lucca Sielski (27) neuen Komfort in jeden Kleinwagen bringen. Ihr System ermöglicht die nachträgliche Umrüstung einer normalen zu einer automatischen Heckklappe, so dass sich per Knopfdruck der Kofferraum öffnet. Das patentierte Produkt ist aktuell für über 50 verschiedene Fahrzeuge einsetzbar, zehn weitere Ausführungen sind in Vorbereitung. Mit Hilfe eines Investors wollen die Gründer den Sprung in den stationären Handel schaffen. Das Männerquartett würde für 150.000 Euro zehn Prozent seiner Firmenanteile abgeben.

Original Unverpackt
Ein Leben ohne Müll: Das ist die Vision von Milena Glimbovski (27). In ihrem Berliner „Original Unverpackt“-Shop geht seit 2014 keines ihrer über 600 Produkte mit einer Einweg-Verpackung über die Ladentheke. Stattdessen bringen die Kunden eigene Mehrweg-Behälter mit, in denen sie Obst, Gemüse, Nudeln, Gewürze oder sogar Kosmetik verstauen können. Die Gründerin will nun ihren Online-Shop ausbauen. Der kommt zwar nicht ganz ohne Verpackung aus, soll aber trotzdem in Sachen Nachhaltigkeit punkten. Ihr Angebot: Zehn Prozent des Unternehmens gegen 250.000 Euro.

Fit Taste
Einen Essenslieferdienst für Sportler haben die Brüder Konstantin (32) und Benjamin Ladwein (35) auf die Beine gestellt. Ihr in Trier ansässiges Start-up Fit Taste bietet gesunde Sportlermahlzeiten, die Kunden als Fertiggericht nach Hause bestellen können. In ihrem Online-Shop bieten die Brüder bereits 25 Gerichte für verschiedene Bedürfnisse an, etwa für den Muskelaufbau oder die Gewichtsabnahme. Punkten wollen sie bei den „Löwen“ auch mit Hilfe eines prominenten Unterstützers: Olympiasieger und Weltmeister Fabian Hambüchen schaltet sich mit einer Videobotschaft zu. Für das weitere Wachstum benötigt das Gründerduo ein Kapital von 300.000 Euro und bietet dafür 12,5 Prozent der Firmenanteile.