Thermondo

Mehr als 50 Stellen hat das Unternehmen derzeit ausgeschrieben, die meisten richten sich jedoch nicht an Programmierer oder Datenspezialisten – sondern an Heizungsbauer. Das Berliner Start-up hilft beim Heizungswechsel: Kunden füllen im Netz einen Fragebogen aus und bekommen ein Angebot zum Festpreis. Das soll günstiger sein als bei traditionellen Handwerksbetrieben, da etwa der Aufwand für Anfahrtskosten wegfällt: Stattdessen laden Kunden Fotos ihrer Heizung hoch.

Ursprünglich vermittelte das 2012 als Online-Marktplatz für Heizungen gestartete Unternehmen die Aufträge an Heizungsbauer. „Die haben sich aber nicht immer an die vereinbarten Zeiten und Preise gehalten“, sagt Gründer Phillip Pausder, „da habe ich gemerkt, dass wir wohl selbst ein Handwerksbetrieb werden müssen.“ Inzwischen sind mehr als die Hälfte der 300 Mitarbeiter Handwerker.

Das Geschäft ist lukrativ: In Deutschland werden jedes Jahr mehr als eine halbe Millionen Heizungen ausgetauscht. Investoren haben daher bereits mehr als 30 Millionen Euro in das Start-up gesteckt, der Energieriese E.On genauso wie die Samwer-Brüder. 2017 will Pausder Kunden zur Heizung gleich einen neuen Gasvertrag anbieten und das Geschäft auf Solaranlagen und Batteriespeicher ausweiten.