Rockets Börsenhoffnung Hellofresh sammelt 75 Millionen Euro ein. Das heizt die Gerüchte um einen baldigen IPO weiter an.

Mit einer neuen Finanzierungsrunde schafft es das Kochbox-Start-up Hellofresh unter die „Einhörner“. Nachdem das Unternehmen aus dem Rocket-Internet-Dunstkreis bereits im Februar 110 Millionen Euro einsammelte, wird es nach einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von 75 Millionen Euro nun mit 2,6 Milliarden Euro bewertet. Das gab der Samwer-Inkubator am Donnerstag bekannt. Im Februar hatte die Bewertung des Start-ups noch bei 624 Millionen Euro gelegen.

„Einhörner“ bezeichnen in der Start-up-Szene junge Unternehmen, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind. Hellofresh wurde schon seit längerem als potenzieller Kandidat für diesen Titel gehandelt.

Mit der Investmentfirma Baillie Gifford konnte Hellofresh zudem einen neuen Geldgeber gewinnen. Die Schotten investieren nicht das erste Mal in einen Rocket-Sprößling, auch Home24 hatte schon Geld von dem Kapitalgeber erhalten. Rocket Internet hält trotz der Finanzierungsrunde weiterhin eine Mehrheit an Hellofresh von 57,2 Prozent. Im Februar waren es noch 51,7 Prozent gewesen.

„Regelmäßige Prüfung möglicher Finanzierungsoptionen“

Mit der neuen Finanzierungsrunde werden auch die Börsengerüchte wieder angeheizt. Denn von der Unternehmensbewertung hängt es letztlich auch ab, wie viel Geld die Anteilseigner bei einem IPO bekommen. Bisher hatte Hellofresh jeglichen Kommentar zu diesem Thema verweigert. Doch nun heißt es, es gebe eine „regelmäßige Prüfung möglicher Finanzierungsoptionen, darunter auch die eines potentiellen zukünftigen Börsengangs“, wie „Gründerszene“ berichtet.

Das Start-up Hellofresh liefert Kochboxen, in denen der Kunde ein Rezept und alle Zutaten für die Zubereitung finden. Nach Angaben von Rocket Internet gehen pro Monat vier Millionen solcher Boxen an Kunden in aller Welt. Hellofresh zählt zu einem der „Proven Winners“ von Rocket Internet und machte 2014 einen Umsatz von mehr als 70 Millionen Euro, das bedeutete ein Wachstum von fast 400 Prozent im Verlgeich zu 2013. Allerdings schreibt das Start-up wie die meisten Rocket-Schützlinge noch Verluste.