Mit einem erfahrenen Management-Team sollen jährlich bis zu fünf E-Health-Start-ups angeschoben werden. Dahinter steckt die Hitfox Group.

Eine spezialisierte Plattform für Gründungen in einer bestimmten Branche: Mit diesem Modell ist die Investment-Firma Hitfox Group seit einigen Jahren unterwegs – zum Beispiel mit dem Fintech-Inkubator Finleap. Jetzt starten die Berliner einen neuen Company-Builder, der sich auf den digitalen Gesundheitssektor konzentrieren will. Die Heartbeat Labs sollen pro Jahr drei bis fünf Start-ups anschieben und mit Ressourcen rund um Finanzen, Personal und Marketing unterstützen. Pro Gründung soll dabei ein Geldbetrag von 0,5 bis 5 Millionen Euro investiert werden.

Digitale Technologien böten „ein riesiges Potential, die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern und gleichzeitig die Gesamtkosten des Gesundheitssystems zu senken“, sagt Gründer und Geschäftsführer Jan Beckers. Der Hitfox-Gründer hat die Heartbeat Labs gemeinsam mit Hendrik Krawinkel und Eckhardt Weber ins Leben gerufen.

Expertise für einen Wachstumsmarkt

Dazu kommen Berater mit speziellem Fachwissen: Aus der Medizin ist bei dem neuen Company-Builder Dominik Löer dabei, der über zahlreiche Laborpraxen engen Kontakt zu niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern einbringt. Außerdem unterstützt der ehemalige McKinsey-Europa-Chef Herbert Henzler das Team.

Die Plattform will auf dem Gesundheitsmarkt punkten, dem Beobachter ein hohes Marktpotenzial zu sprechen – in dem allerdings auch immer wieder hohe regulatorische Hürden zu beachten sind. In den letzten Monaten war allerdings wieder ein Anstiegt bei Investitionen in Health-Start-ups zu beobachten.

Zuletzt führte etwa der Berliner VC-Fonds Project A eine Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen Euro in die Video-Ärzte Kry aus Schweden an.  „Wir glauben, dass dies der richtige Zeitpunkt ist, um in den Gesundheitsmarkt zu investieren: Es gibt erste Anzeichen, dass sich die gesetzlichen Voraussetzungen ändern und diese Märkte schrittweise öffnen“, sagt Heartbeat Labs-Mitgründer Eckhardt Weber.