Die Hamburger Varengold Bank stockt ihre ursprüngliche Investition deutlich auf. Grover wächst rasant im Windschatten von Mediamarkt.

Vom Laptop über die VR-Brille bis zur Drohne: Über die Plattform Grover können Nutzer aktuelle Technikgadgets mieten statt kaufen. Die Idee findet großen Anklang – nach Angaben des dahinter stehenden Berliner Start-ups hat sich der Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten verachtfacht. Die Zahl der monatlichen Bestellungen liege gar um sechsunddreißig Mal höher.

Das rasante Wachstum macht auch Investoren hellhörig. Nachdem die Varengold Bank Anfang des Jahres bereits vier Millionen Euro in das Unternehmen gesteckt hatte, erhöht der Hamburger Vermögensverwalter die Investition nun auf zehn Millionen Euro. Das teilte Grover heute mit. Zwischenzeitlich hatten außerdem die Klingel Gruppe, Rocket Internet und Global Founders Capital investiert. Insgesamt hat das 2015 gegründete Start-up damit über 14 Millionen Euro eingesammelt.

„Durch die zusätzlichen Mittel sind wir nun in der Lage, noch schnelleres Wachstum zu finanzieren und unseren Kunden noch mehr Produkte anzubieten“, sagt Michael Cassau, Gründer und Geschäftsführer von Grover. Das frische Kapital werde das Start-up nutzen, um das aktuelle Portfolio von über 1000 Produkten zu erweitern. Auch das Partnernetzwerk solle ausgebaut werden.

Zusammenarbeit mit Mediamarkt

Wichtigster Kooperationspartner derzeit ist Mediamarkt. Bereits seit Januar lassen sich über den Onlineshop des Elektronikhändlers Geräte von Grover mieten. Die Vertriebspartnerschaft wird nun auf das stationäre Geschäft ausgeweitet: In zunächst fünf Mediamärkten im Großraum Berlin bietet Grover den Verleih ausgewählter Elektronikprodukte direkt vor Ort an.

Grover hat sich auch personell verstärkt und besetzt die Position des CFO mit Thomas Antonioli. Der Manager war zuvor beim Fintech Kreditech als Finanzchef für das Fundraising von insgesamt mehr als 400 Millionen Euro verantwortlich. Auch bei Grover soll Antonioli nun weitere Mittel einwerben: Das Start-up bereitet nach eigenen Angaben schon eine neue Finanzierungsrunde vor.