Das Verdienstniveau in Start-ups ist noch vergleichsweise intransparent. Eine neue Studie bringt Licht ins Dunkle und zeigt: Das Geld kann den Reiz kaum ausmachen.

Das Gehalt ist in Ordnung, aber der Bonus ist die Wette auf die Zukunft: Dieser Schluss lässt eine aktuelle Erhebung über Gehälter in Start-ups zu. Die Verdienstdatenbank Gehalt.de hat dafür knapp 600 Datensätze aus Firmen mit weniger als 20 Mitarbeitern ausgewertet. Dabei zeigt sich: Nach und nach prägen sich Gehaltsniveaus für die vergleichsweise neuen Jobprofile in jungen technologiegeprägten Unternehmen aus – auch wenn die äußeren Faktoren immer noch für große Schwankungen sorgen können.

Auf dem Fachkräfte-Level kommen Programmierer noch am besten weg. Spitzenreiter sind Entwickler im Backend, die jährlich im Schnitt 40.500 Euro mit nach Hause nehmen können. Für Softwareentwickler im Frontend liegt der Wert immerhin noch bei 37.500 Euro, bei Entwicklern für mobile Applikationen unwesentlich darunter. Mitarbeiter im Business Development erhalten 40.000 Euro.

Wesentlich schlechter sieht es bereits im Online-Marketing und bei Social Media Managern aus – hier kamen die Mitarbeiter im Schnitt auf etwa 32.000 Euro. Darunter liegen noch Angestellte in der Gestaltung und Grafik in Start-ups. Sie können nach der aktuellen Erhebung mit etwa 27.000 Euro rechnen. „Die im Verhältnis geringere Vergütung von Grafikern und Gestaltern ist ein Grund dafür, dass sich in diesem Berufsfeld vermehrt Freelancer finden“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Beeindruckend sind all diese Werte nicht: Sie entsprechen in vielen Fällen in etwa dem Verdienst von Bachelor-Absolventen im öffentlichen Dienst – statt Jobsicherheit und Tarifvertrag sind aber meistens Überstunden und immer wieder auch Unsicherheit inklusive. In größeren Unternehmen können Arbeitnehmer mit ähnlichen Qualifikationen in aller Regel mit mindestens zehn Prozent mehr rechnen.