US-Investoren finanzieren das Wachstum des Münchener Start-ups Freeletics und kaufen die Anteile der drei Gründer. CEO Daniel Sobhani bleibt an Bord.

„Erreiche die Form deines Lebens“ heißt der Slogan der Fitness-App Freeletics und zumindest die Gründer Mehmet Yilmaz, Joshua Cornelius und Andrej Matijczak dürften mit dem Erfolg, das ihnen ihr Unternehmen gebracht hat, sehr zufrieden sein. Wie gestern Abend bekannt wurde, verkauften die ehemaligen Studenten der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität ihre Anteile am Start-up an amerikanische Investoren.

Freeletics-CEO Daniel Sobhani, ehemaliger Mitarbeiter der Boston Consulting Group und ein Freund der Gründer, und das US-amerikanisches Venture Studio FitLab, das von ehemaligen Nike-Managern geführt wird, sind eine Partnerschaft eingegangen, um das Start-up mit Wachstumskapital zu versorgen. Causeway Media Partners, JAZZ Venture Partners, Courtside Ventures, Fitlab, Elysian Park Ventures, ward.ventures und Sobhani stellen das Kapital für das Investment zur Verfügung,  bei dem es sich laut FAZ um eine Millionensumme im hohen zweistelligen Bereich handelt. Die Manager Mark Wan und John Spinale aus dem Investorenumfeld werden zukünftig gemeinsam mit Sobhani das Unternehmen als Vorstand leiten.

30 Millionen Nutzer weltweit

„Wir sind sehr stolz auf das, was wir erschaffen haben und den Erfolg den Freeletics bisher verzeichnen konnte. Nach unserer schwierigen Entscheidung zum Verkauf der Firma freuen wir uns, die perfekten Partner für Freeletics gefunden zu haben”, so die Gründer, die sich nach dem Verkauf ihrer Anteile auf neue Projekte fokussieren möchten, wie es heißt. Eigene Angaben zufolge hat das 2013 gegründete Start-up aktuell fast 30 Millionen Nutzer, vor allem aus den Vereinigten Staaten, Brasilien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Der digitale Personal- Trainer soll dank Künstlicher Intelligenz und Machine Learning das Fitness-Level jedes Users beurteilen, von der Erfahrung anderer Nutzer lernen, und personalisierte Trainingspläne erstellen. Der Umsatz lag im Jahr 2016 bei 20 Millionen Euro. Freeletics beschäftigt in München aktuell 120 Mitarbeiter aus 36 Nationen. Nun, so Sobhani gegenüber FAZ, solle eine Außenstelle an der amerikanischen Ost- oder Westküste hinzukommen.