Auch die Deutsche Bank plant nun Beteiligungen an Fintech-Unternehmen. Sie kooperiert dafür mit Axel Springers Plug and Play Accelerator.

Das größte deutsche Geldhaus plant im Zuge seiner Digitalisierungsstrategie erstmals Investitionen in Start-ups. „Wir haben uns entschlossen, in junge Firmen auch zu investieren“, sagt Markus Pertlwieser, Digitalchef im Privatkundenbereich der Deutschen Bank, dem „Handelsblatt“. Ein eigenes Budget ist nicht geplant, die Beteiligungen sollen aus dem 750-Millionen-Euro-Topf fließen, denn die Bank für die Digitalisierung aufgelegt hat.

Dafür hat die Bank eine Kooperation mit Axel Springers Plug and Play Accelerator vereinbart. Sie wird künftig mit im Auswahlgremium sitzen und kann gemeinsam mit Springer in vielversprechende Fintech-Unternehmen oder Start-ups aus dem Versicherungsbereich investieren (Insurtech). „Unter den neu gegründeten Firmen gibt es im Moment besonders viele Fintechs und Insurtechs“, sagt der Leiter des Accelerators, Jörg Rheinboldt. Die Deutsche Bank soll bei der Auswahl in diesem Bereich helfen.

Mit der Kooperation geht die Bank einen anderen Weg als viele DAX-Konzerne wie Daimler oder Siemens, die derzeit häufig eigene Accelerator-Programme auflegen. Auch die Commerzbank betreibt seit einiger Zeit einen solchen Start-up-Brutkasten und hat bislang in zwölf Jungunternehmen investiert.