Das Unternehmen will seinen Fokus auf Start-ups mit B2B-Geschäftsmodellen legen. Das Konzept des Company Builders erinnert an Finleap.

Er will das Gründen „industrialisieren“: Der Unternehmer Reinhard Tahedl hat gemeinsam mit Geschäftspartnern in München einen neuen Inkubator für Start-ups im Bereich der Finanz- und Versicherungstechnologie aus der Taufe gehoben. Weitere Geschäftsführer von Finconomy sind Rolf-Henning Hackel und Paul Huber.

Das Trio bildet auch den Vorstand der Softwareschmiede Fundsaccess – und verweist auf weitere Gründungserfahrung. So hat Tahedl zuletzt Treefin aufgebaut. Über den „Finanzassistenten“ können Nutzer ihren Versicherungsschutz optimieren lassen. Das Start-up wurde im Januar mehrheitlich von der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe übernommen. Hackel und Huber sind zudem Geschäftsführer von Banksapi. Das Unternehmen ist auf Softwareschnittstellen für Banken und Fintechs spezialisiert.

Finconomy will nun Geburtshelfer für Fintechs sein, die sich auf das B2B-Geschäft konzentrieren. Mit ersten Neugründungen sei Anfang des kommenden Jahres zu rechnen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Company Builder sei dabei ein „Hub für neue Ideen und als Anziehungspool für Talente“.

Finleap als Vorbild

Finconomy wirbt damit, schon bestehende Kundenbeziehungen zu vielen etablierten Finanzdienstleistern zu unterhalten. Nach eigenen Angaben gehören zum Team bereits mehr als 60 Köpfe – das schließt die Mitarbeiter von Fundsaccess, Treefin und Banksapi ein. Laut dem Portal finanz-szene.de sollen zum Start 15 Mitarbeiter vorwiegend für den neuen Company Builder arbeiten.

Bereits als Fintech-Inkubator auf dem deutschen Markt etabliert ist Finleap mit Sitz in Berlin. Das im Sommer 2014 gegründete Unternehmen hatte zuletzt 39 Millionen Euro eingesammelt – Geldgeber waren unter anderem Signal Iduna. Mehr als ein Dutzend Start-ups sind aus Finleap bisher hervorgegangen.