Mehr Schub für den neuen Antrieb: Das Münchener Start-up kann neue und alte Investoren überzeugen. Die ersten Räder sollen bald in den Handel kommen.

Es läuft rund bei Fazua: Das Unternehmen kann jetzt den Abschluss einer Wachstumsfinanzierungsrunde vermelden. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung erhält das Münchener Start-up drei Millionen Euro. Neben den Altgesellschaftern, dem High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital und fünf Privatinvestoren, steckt auch der Unternehmer Rolf Nied neues Geld in das Unternehmen. Mit dem Investment sollen eine Produktion in München aufgebaut, erste Antriebe ausgeliefert und das Team verstärkt werden.

Fazua entwickelt einen elektronischen Fahrradantrieb, der im Rahmen verschwindet. So kann der Motor unauffälliger in das bisherige Design von Fahrräder integriert werden. Nutzer sollen zudem die Antriebseinheit mit wenigen Handgriffen ins Fahrrad ein- und ausbauen können – und so je nach Einsatzzweck selbst in die Pedale treten oder elektronisch vorankommen.

Nach Angaben von Fazua, die seit 2011 an dem Produkt werkeln, bauen aktuell bereits die ersten Fahrradhersteller das neue Antriebsmodul in ihre Modelle ein. Zur Sommersaison sollen bereits Fahrräder mit dem sogenannten ‘evation’-Antrieb in den Handel kommen. Vom Investor HTGF gibt es ein ausdrückliches Lob für das Münchener Team um Mitgründer und Geschäftsführer Marcus Schlüter: „Ein so komplexes Produkt zu fertigen und zuverlässig an namhafte Kunden zu liefern ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Benjamin Erhart, Investment Director des HTGF, „das Team hat es geschafft, das Know-how im Gesellschafterkreis sehr gut zu nutzen“.