Der Fintech-Investor FinLab beteiligt sich mit einem Millionenbetrag an dem Offenbacher Start-up. Das will nun die Funktionen seiner Cloud-Software weiter ausbauen.

Rechnungen schreiben, die Kundendatenbank pflegen und Belege erfassen: 40.000 kleine Unternehmen und Selbständige nutzen für ihre Buchhaltung die Online-Software FastBill des gleichnamigen Start-ups. Nun haben die Offenbacher neue Investoren überzeugt. Im Rahmen einer Finanzierungsrunde hat sich die FinLab AG in siebenstelliger Höhe an dem Start-up beteiligt. Das gab der auf Fintechs spezialisierte Company Builder und Investor mit Sitz in Frankfurt am Main am heutigen Dienstag bekannt. Neben FinLab hat sich außerdem der Venture Capital-Fonds coparion beteiligt.

„FastBill hat es mit seiner innovativen SaaS-Lösung geschafft, auch Selbstständigen und Kleinunternehmen den Zugang zu professioneller Unternehmenssoftware zu ermöglichen, die den Unternehmer bei zeitraubenden Bürotätigkeiten stark entlastet“, sagt Theo Woik von FinLab. „Das Team, die Marktposition und das zukünftige Potential von FastBill haben uns überzeugt.“

Funktionsumfang soll wachsen

Gegründet worden war FastBill 2011 ohne externe Geldgeber. „Wir sind stolz darauf, dass wir FastBill im Bootstrapping-Modus so weit aufgebaut haben“, sagt Mitgründer René Maudrich. „Jetzt ist für uns der richtige Zeitpunkt gekommen, den nächsten Schritt zu gehen und noch größere Chancen für unser Produkt und den Markt zu ergreifen.“ Dazu will das Start-up, das aktuell 32 Mitarbeiter beschäftigt, auch den Funktionsumfang seiner Software weiter ausbauen.

Das Unternehmen versteht seine Software als Komplettlösung für das Finanzmanagement, die Rechnungswesen und Banking kombiniert. Von anderen Anbietern will sich FastBill durch einen hohen Automatisierungsgrad abheben. Das Start-up gibt außerdem an, Machine-Learning-Algorithmen für intelligente Datenauswertungen und Assistenzfunktionalitäten einzustezen. Je nach Nutzerzahl und Funktionsumfang kostet FastBill 90 bis 490 Euro im Jahr. Zu den Wettbewerbern gehören Haufe Lexware mit Lexoffice und Easybill.