ZipJet kauft Asteria Cleaners aus London. Damit erweitert das Reinigungs-Start-up sein Angebot auf Geschäftskunden. 

Das zu Rocket Internet gehörende Wäschereinigungs-Start-up ZipJet hat den britischen Wettbewerber Asteria Cleaners übernommen. „Das gibt uns die Möglichkeit, in London weiter zu wachsen und unser Geschäft auf den B2B-Bereich auszudehnen“, sagt ZipJet-Gründer Florian Färber.

ZipJet holt Wäsche bei seinen Kunden ab und bringt sie gereinigt wieder zurück. Asteria Cleaners bietet in London einen ähnlichen Service, bedient dabei aber auch Geschäftskunden wie die Großbank UBS. Diese bieten den Reinigungsservice ihren Mitarbeitern teilweise als Bonusangebot an.

Auch ZipJet will sein Geschäft künftig in diesem Segment ausweiten, zielt dabei aber statt auf große Banken eher auf Start-ups und kleinere Unternehmen. „Es senkt unsere Logistikkosten, wenn wir in einem Co-Working-Space gleich zehn Bestellungen abholen“, sagt Färber. Perspektivisch seien dadurch auch günstigere Preise möglich. „Wenn alles läuft wie erwartet, werden wir den B2B-Service Anfang nächsten Jahres auch in Berlin und Paris anbieten“, sagt Färber. Die Asteria-Gründerin Anna Bondarenko soll diesen Geschäftsbereich künftig leiten.

ZipJet plant weitere Übernahmen

ZipJet war Ende 2014 in London gestartet und hat sein Angebot dann auf Berlin ausgeweitet. Seit Mai ist das Start-up auch in Paris aktiv. „Ich denke, dass 2017 zwei, drei weitere Städte hinzukommen“, sagt Färber. Das Wachstum könnte auch durch weitere Zukäufe erfolgen. So analysiert das Start-up bereits die Übernahme eines Pariser Konkurrenten. „Wir gucken, wo weitere Übernahmen Sinn ergeben“, sagt Färber, „es kann spannend sein, in Städte zu gehen, wo schon etwas aufgebaut ist, statt komplett von Null zu beginnen.“

Der deutsche Wettbewerber Jonny Fresh hatte durch den Kauf eines Wettbewerbers im Mai sein Angebot auf München ausgedehnt. In vielen Städten gibt es inzwischen ähnliche Start-ups, so startete kürzlich beispielsweise Washle in Köln.

ZipJet hat nach eigenen Angaben inzwischen 15 000 Bestellungen pro Monat. „London ist seit einigen Monaten profitabel, in Berlin haben wir im September die Gewinnschwelle erreicht“, sagt Färber.