20 Millionen Dollar erhält das Berliner Start-up Outfittery vom Spotify-Investor Northzone – als erstes deutsches Unternehmen. Mit dem frischen Kapital soll die Expansion in Europa vorangetrieben werden.

Spotify-Investor Northzone steckt 20 Millionen Euro in das Berliner Mode-Start-up Outfittery. Es ist das erste Engagement der schwedischen Beteiligungsgesellschaft bei einem deutschen Unternehmen. Mit dem frischen Kapital wollen die beiden Outfittery-Gründerinnen Anna Alex und Julia Bösch ihre Expansion in Europa vorantreiben. Das Unternehmen schickt Männern nach einem kurzen Style-Check und einer Beratung am Telefon jeweils zwei individuelle Outfits. Inzwischen nutzten mehr als 200.000 Männer das Angebot. „Kunden wollen keine Nummer im System sein, sondern als Menschen verstanden werden“, sagt Julia Bösch.

Das erst drei Jahre alte Start-up expandierte schon in acht europäische Länder, darunter Dänemark, Schweden und Belgien. Jetzt will es auch in Großbritannien antreten. „Mit dem außergewöhnlichem Wachstum in den vergangenen zwei Jahren haben uns die beiden Gründerinnen überzeugt“, sagt Northzone-Partner Hans Otterling. Jährlich investiert die Beteiligungsgesellschaft in zehn Start-ups weltweit, darunter in den Musikstreamingdienst Spotify, das wohl bekannteste Investment. Außer zählen noch Trustpilot und iZettle zu den Investments. „Mit Northzone teilen wir die Überzeugung, dass eine bedingungslose Kundenorientierung und eine starke Servicekultur Erfolgsfaktoren sind. Deshalb ist Northzone der perfekte Investor für uns,“ sagt Julia Bösch.

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Gründerinnen solch eine große Summe einsammeln: Bereits im vergangenen Jahr  investierte Highland Capital Partners, ein US-Risikokapitalgeber, 13 Millionen Euro in Outfittery. Mittlerweile hat das Unternehmen 150 Mitarbeiter und allein im vergangenen Jahr einen zweistelligen Millionenumsatz gemacht.