Beweglich in der Hauptstadt, ganz ohne Parkprobleme: Ein Gründertrio verleiht in Berlin jetzt Elektro-Scooter unter der Marke eMio.

Von Christian Schlesiger

Die Idee kam Alexander Meiritz, Hauke Feldvoss und Valerian Seither im April 2014 am Tempelhofer Feld, dem stillgelegten Hauptstadt-Flughafen: Es müsste die Möglichkeit geben, sich spontan einen Roller zu leihen, um in die Stadt zu fahren. Jetzt bietet ihr Start-up den Berlinern 150 Elektro-Scooter. Das Geschäftsmodell: Roller ausleihen für 19 Cent pro Minute, abstellen im Stadtgebiet, auch auf Gehwegen, aufschließen per App.

Im Koffer liegen je zwei Helme plus Einmalkopfbezüge. Mehr als 1000 Nutzer haben sich schon registriert. Ein Mitarbeiter fährt durch die Stadt und tauscht die Akkus nach rund 50 Kilometern aus.

„Im Herbst wollen wir in Rom oder Florenz starten“, sagt Seither. Dort sei die Saison länger. Ein Teil der Flotte aus Berlin könnte im Winter dort fahren. Geld für neue Scooter ist da: Zwei Privatinvestoren sind mit mehreren Hunderttausend Euro eingestiegen.

Start: Januar 2015, Produktstart im Juni

Gründer: Alexander Meiritz, Valerian Seither, Hauke Feldvoss (Foto von links)

Finanzierung: zwei Privatinvestoren (rund 0,6 Mio. Euro)

Mitarbeiter: neun in Teilzeit

Roller: 150 Elektroroller von Emco, Preis pro Stück: 3500 Euro