Die Gründerin von Sulfotools, Christina Uth, präsentiert ihre Idee. (Foto: PR/Merck)

Die Gründerin von Sulfotools, Christina Uth, präsentiert ihre Idee.
(Foto: PR/Merck)

Sulfotools

Nicht-organische Schminke: Darauf setzen Entwickler von Naturkosmetik nicht erst seit kurzem. Sulfotools will jetzt aber eine Technologie zur Herstellung von Kosmetika (und Pharmazeutika) gefunden haben, die kostengünstig und umweltfreundlich ist. Und zwar durch den Einsatz von Wasser anstelle von schädlichen Inhaltsstoffe.

Für die Produktion von Schminke wird meist das Verfahren „Synthese von Peptiden“ verwendet. Synthetische Peptide sind Wirkstoffe, die in Pharmaka, Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmittel zu finden sind. Für ihre Herstellung benötigt man laut Sulfotools jährlich zehntausende Tonnen organische Lösungsmittel sowie Überschüsse an Aminosäuren.

Die „Clean Peptide Technology“ des Start-ups soll eine Methode sein, bei der der Hersteller organische Lösungsmittel durch Wasser austauschen kann. Zudem würden die Aminosäure-Überschüsse deutlich reduziert werden. „So können Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent bei gleicher oder besserer Qualität erzielt werden. Großes Ziel ist die langfristige Verdrängung der umweltschädlichen Synthese-Verfahren durch die Clean Peptide Technology“, heißt es seitens Sulfotools.

Geld verdienen will das Jungunternehmen, in dem es die Technologie an Pharma- und Kosmetikkonzerne verkauft.

Gründer: Sascha Knauer (CEO), Christina Uth, Christoph Zeisler

Knauer zum Merck-Accelerator: „Wir kommen aus dem akademischen Sektor und die Teilnahme am Merck-Accelerator bedeutet für uns einen ersten Schritt in Richtung unserer Zielgruppe: Pharmakonzerne und andere industrielle Großbetriebe. Hier ist es wichtig für uns, neue Kontakte zu knüpfen und ein bisschen über den universitären Tellerrand hinaus zu blicken. Die Teilnehmer am Merck-Accelerator kommen thematisch aus unterschiedlichsten Richtungen, der Austausch über Fachgrenzen hinweg wird also ebenfalls spannend für uns.