Die Start-up-Szene ist diese Woche politisch geworden und hat einen Protestbrief an Angela Merkel geschrieben. Was sonst noch wichtig war.

Ein norwegischer Investor übernimmt die österreichische Flohmarkt-App Shpock nun ganz, bereits seit 2013 investiert die Mediengruppe Schibsted Classifieds Media in das Start-up. Nun soll die Expansion vorangetrieben werden. Darum geht es künftig auch beim Berliner Start-up Conichi. Das Hotelportal HRS hat in dieser Woche eine hohe siebenstellige Summe in die Hotel-App investiert. Das Berliner Start-up wurde 2014 von Maximilian Waldmann und Frederic Haitz gegründet und soll dafür sorgen, dass sich Gäste im Restaurant, aber auch im Hotel jederzeit wohlfühlen. Betritt ein Gast ein Hotel wird er – via iBeacon – automatisch erkannt, persönlich begrüßt und Besuche und damit auch Vorlieben und Extrawünsche dokumentiert. Die Technologie wird bereits in Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt.

Sich irgendwo wie zu Hause zu fühlen, ist der Anspruch vieler Unternehmen, die Smart-Home-Technologien entwickeln – auch Start-ups mischen dabei kräftig mit, wie in dieser Woche auf der IFA zu sehen war. Andere Start-ups haben es da doch etwas schwerer: Mit ihrem Lern-Netzwerk Rangerize, auf dem jeder kostenlos Kurse anbieten und belegen kann, zählen Jan Schönfeld und Thomas Tillmann nicht zum typischen Aussteller der Konsumentenmesse, der eher große, hochauflösende Fernseher und Haushaltsgeräte präsentiert. „An und für sich verirrt sich hier kein User hin“, sagt Tillmann. „Der typische Messebesucher bleibt eher vorne bei den Samsung-Geräten stehen.“ Es geht um große Trends, die sich gut präsentieren lassen. Kleinere Unternehmen und nischige Ideen übersieht der typische IFA-Besucher da gerne mal.