Mobilitäts-Start-up müsste man sein: Daimler lockt mit Baden-Württembergs Antwort auf das Silicon Valley und Dobrindt mit 100 Millionen. Weniger gut läuft´s beim Hype-Start-up Movinga, das hat den Staatsanwalt am Hals. Der Wochenrückblick.

Die Autoindustrie stand in dieser Woche einmal mehr im Fokus. Nach den Abgasskandalen sucht VW nun nach einer Zukunft im Digitalen und investiert 267 Millionen Euro in die Taxi-App Gett.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt präsentierte seine Positionen zur Regelung des autonomen Fahrens. Für Gründer gibt es einen neuen Geldtopf: Am 1. Juni soll ein Förderfonds für Firmengründer im Bereich Mobilität im Volumen von 100 Millionen Euro bis 2020 starten.

Daimler ist in diesem Bereich mit myTaxi oder Car2Go schon länger aktiv. Doch auch die Stuttgarter weiten ihre Aktivitäten aus und gründen einen Accelerator. Startup Autobahn heißt das Programm und wird gemeinsam mit dem bekannten US-Accelerator Plug and Play, der Uni Stuttgart und dem Forschungscampus Arena2036 betrieben. Start-ups mit Mobilitätsfokus können sich bis zum 15. Juni bewerben. Ob daraus tatsächlich „die baden-württembergische Antwort auf das kalifornische Silicon Valley“ wird, bleibt aber noch abzuwarten.

Um Mobilität geht es in gewisser Weise auch bei Movinga. Mit seiner Umzugsplattform waren die Berliner einer der Newcomer des letzten Jahres. 35 Millionen Euro Kapital sammelte Movinga beispielsweise ein. Doch das Geld soll schon wieder knapp werden und auch an anderen Stellen gibt es Probleme. So berichtet das „Manager Magazin“ über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Der Grund: Movinga soll eine EU-Lizenz zum grenzüberschreitenden Warenverkehr gefälscht haben.

Gute Nachrichten gibt es dagegen von unserem Neumacher-Sieger ProGlove. Für ihren intelligenten Handschuh hat sich das Team die erste Finanzierungsrunde gesichert und dabei Intel als Investoren gewonnen.