Nach der vorläufigen Insolvenz Ende August hat der Bezahldienst Cringle seinen Betrieb nun endgültig eingestellt. Das Start-up hatte vergeblich um Investoren geworben.

Bis zum Schluss zeigten sich die Gründer von Cringle zuversichtlich: Man hoffe – auch um der 15 Mitarbeiter wegen – auf eine langfristige Lösung. Die Geschäfte würden zunächst fortgeführt, Nutzer könnten den Dienst wie gewohnt weiter verwenden, hieß es Ende August auf dem firmeneigenen Blog. Damals war bekannt geworden, dass das Berliner FinTech einen Insolvenzantrag stellen mussten. Es sei nicht gelungen ausreichend Geldgeber für ein europaweites Wachstum zu gewinnen, lautete die Begründung.

Jetzt geben die Gründer das endgültige aus ihres Unternehmens bekannt. Wer die Website des Start-ups betritt, findet folgenden Eintrag: „Liebe Nutzer, leider muss unser Service eingestellt werden. Neue Transaktionen sind ab sofort nicht mehr möglich. Transaktionen, die vor dem 1.10.2018 getätigt wurden, sind hiervon nicht betroffen. Wir danken euch für vier tolle Jahre. Beste Grüße, Euer Cringle Team“

Mit Cringle konnten Nutzer in kurzer Zeit per App Geld an ihre Freunde senden oder von ihnen erhalten, beispielsweise um gemeinsam eine Restaurantrechnung zu begleichen. Eine Branche, in der viele große Konkurrenten mitmischen: Paypal sowie eine Reihe von Banken und auch Sparkassen ermöglichen solche Geldsendungen; in den USA  ist auch Apple auf dem Gebiet aktiv – ein Kampf, den Cringle am Ende nicht gewinnen konnte.