Das Frankfurter Start-up entwickelte Produkte rund um das vernetzte Radfahren und punktete auch bei Kickstarter. Jetzt plant Bosch die Übernahme.

1872 Unterstützer gaben 2014 bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter Geld – und stellten dem Frankfurter Start-up Cobi (kurz für Connected Biking) so über 400.000 US-Dollar zur Verfügung. Erst Ende 2016 kam dann das erste Produkt des Unternehmens – eine Schaltzentrale, die Smartphone und Rad verbindet – auf den Markt. Jetzt will das Technologieunternehmen Bosch das junge Unternehmen übernehmen und in seine eigene E-Bike-Tochter eingliedern. „Cobi bringt hier die nötige Kompetenz, Erfahrung und die entsprechenden Technologien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit“, sagt Claus Fleischer, Geschäftsführer von Bosch E-Bike Systems.

Die Summe, für die das Start-up den Besitzer wechseln sollte, wurde nicht genannt. Ganz in trockenen Tüchern ist die Übernahme zumindest formal auch noch nicht: Nach Angaben von Bosch müssen noch Kartellbehörden der Transaktion zustimmen. Die digitale Produktpalette von Cobi soll zukünftig mit den Produkten von Bosch vernetzt werden.

Cobi bleibt als Marke erhalten

Die Marke Cobi bleibe aber erhalten, betont Gründer Andreas Gahlert. Gemeinsam mit dem großen Technologieunternehmen sehe man ein enormes Wachstumspotenzial im Bereich von digital vernetzten Produkten für das Fahrrad. „Für uns eindeutig ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, sagt Gahlert.

Das 2014 gegründete Start-up Cobi beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell 35 Mitarbeiter. Verschiedene Investoren hatten in den vergangenen Jahren ungefähr zwölf Millionen Euro in das Unternehmen gesteckt. 2015 stiegen unter anderem Capnamic Ventures und Creathor Venture ein, Anfang 2016 kamen Munich Venture Partners und das Medienhaus Meinders und Elstermann dazu.