Der Matratzen-Hype geht weiter: Die Macher von Bettenriese und der Matratzenmarke Buddy erhalten eine Millionenfinanzierung von einem Investor aus der Branche. 

Im boomenden Matratzengeschäft rüstet ein neuer Player auf. Mit der Marke Buddy ist die Cubitabo GmbH erst vor kurzem richtig gestartet, nun erhält das Unternehmen eine Series-A-Finanzierung im siebenstelligen Bereich. Hinter dem Unternehmen stecken Alexander Stelmaszyk und Stefan Zundel, im Vergleich zu manch anderem Matratzen-Start-up bringen sie einige Erfahrung im Geschäft mit. Denn das bereits 2013 gegründete Unternehmen betreut zudem den Onlineshop Bettenriese. „Wir waren mit Bettenriese die ersten, bei denen man 100 Tage zur Probe schlafen konnte“, sagt Stelmaszyk.

Mit dem 100-Tage-Probeschlafen wollen diverse Firmen wie Bruno, Muun oder Emma skeptische Kunden dazu bewegen, auch die nächste Schlafunterlage im Netz zu ordern. Nach dem US-Vorbild Casper setzen sie zudem auf einen One-Fits-All-Ansatz. Um sich von der Konkurrenz abzuheben haben die Buddy-Macher noch eine „Weltneuheit“ entwickelt: Ein Bettlaken, dass mit einem Reißverschluss ganz leicht an der Unterlage befestigt werden kann. „Es gibt zwar jetzt viele Designmatratzen, aber wenn man ein Spannbettlaken drüberzieht, sieht man davon nicht mehr viel“, sagt Stelmaszyk. Zudem sei der Prozess des Bettenbeziehens für viele mühsam.

Familie des Poco-Gründers investiert

Dem Buddy-Team könnte zudem auch der neue Investor helfen. Denn das Geld kommt von einem Family-Office, der Tripos GmbH. Dahinter steht die Familie von Peter Pohlmann, dem Gründer der Möbel-Discounterkette Poco. “Wir freuen uns sehr, einen strategischen Partner gefunden zu haben, der nicht nur unsere unternehmerische Vision teilt, sondern umfangreiche Erfahrungen und eine große Expertise aus der Industrie mitbringt”, sagt Stelmaszyk. Bisherige Investoren von Cubitabo waren Heliad Equity Partners und Astutia Ventures, bekannt durch Beteiligungen an Amorelie oder Flaconi.

Das Matratzen-Segment boomt derzeit, ist jedoch auch stark umkämpft. Der auch hierzulande sehr aktive britische Anbieter Eve sammelt gerade eine größere Summe ein, Casper will im Sommer in Deutschland starten. „Das wird dem Markt noch mehr Dynamik geben“, sagt Stelmaszyk. Als er kürzlich in den USA war, lief im Fernsehen ständig Matratzenwerbung. „Das werden wir hier auch erleben“, sagt der Gründer.