Zwei Start-ups und eine Privatbank schließen sich für eine neue Bezahllösung zusammen. Im Hintergrund steht ein großer Energiekonzern.

Die ausreichende und unkomplizierte Versorgung mit Ladestationen gilt weiter als ein großes Hindernis, wenn es um den Einsatz von Elektroautos geht. Mit einer gemeinsamen Initiative wollen das Start-up Motionwerk, das noch junge Fintech Xtech und die Hamburger Sutor Bank zumindest die Abrechnung deutlich vereinfachen. Die drei Partner gaben heute bekannt, dass sie ein System in den Einsatz bringen, dass auf der Blockchain-Technologie Ethereum beruht.

Das System soll digitale Verträge ermöglichen, die bei einem Ladevorgang automatisch einen Zahlungsvorgang abwickeln – den Tarif für die Nutzung seiner Säule kann jeder Betreiber festlegen. Das soll Fahrern von E-Autos und den Ladestationbesitzern einen einfachen Austausch ermöglichen. Die neue Abrechnung ist auf der Plattform „Sharge & Charge” verfügbar, die von Motionwerk betrieben wird. An dem Start-up ist die RWE-Tochter Innogy beteiligt – diese betreibt aktuell auch 1000 der etwas mehr als 1100 gelisteten Lademöglichkeiten.

Schnittstellen zwischen den drei Partnern

Die anderen beiden Partner sind in erster Linie für die Abwicklung der Transaktionen zuständig: Die Sutor Bank stellt das Treuhandkonto bereit, Xtech kümmert sich um die Umwandelung von Euros in blockchain-basierte Token.  „Wir sind froh, dass wir mit Xtech und der Sutor Bank zwei Partner haben, die sowohl die technische als auch die regulative Seite des Zahlungssystems abdecken konnten“, sagt Dietrich Sümmermann, Mitgründer von Motionwerk.

Verbunden sind die drei Partner durch mehrere Schnittstellen. „Wir freuen uns auf der einen Seite, eine wegweisende Blockchain-Anwendung zu unterstützen, auf der anderen Seite, mit innogy einen prominenten Plattform-Nutzer begrüßen zu dürfen“, sagt Robert Freitag, geschäftsführender Gesellschafter der Sutor Bank, die Zusammenarbeit mit Xtech und innogy.