Jedes dritte Start-up hat aktuell oder in der Vergangenheit staatliche Fördermittel von Bundesländern, dem Bund oder der EU erhalten. „Die Politik hat mit dem EXIST-Programm, dem INVEST-Zuschuss oder dem High-Tech Gründerfonds eine ganze Reihe von Instrumenten geschaffen, um die Finanzierungssituation von Start-ups insbesondere in der frühen Phase zu verbessern“, so Veltkamp.

Lust auf Börsengang steigt

Bitkom begrüßt auch die Pläne des Bundesfinanzministeriums, einen sogenannten Tech Growth Fund mit einem Volumen von 10 Milliarden Euro aufzulegen. Für jeden Euro an Wagniskapital, den ein Gründer erhält, soll er aus dem Fonds zusätzlich einen Euro Kredit erhalten. Veltkamp: „Gerade für große Finanzierungsrunden bleibt es zudem wichtig, noch mehr privates Venture Capital für Start-ups in Deutschland zu gewinnen. Derzeit sind die steuerlichen Bedingungen für private Geldgeber in anderen Ländern leider oftmals noch attraktiver als hierzulande. Daher müssen angekündigte Maßnahmen der Bundesregierung wie der Tech Growth Fund noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden.“

Die Gründer unterdessen scheinen die manchmal nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen nicht bremsen zu können: Die Zahl derjenigen, die sich einen Börsengang vorstellen können, ist in der Vergangenheit gestiegen. Hatte vor einem Jahr nur jedes vierte Start-up (28 Prozent) angegeben, dass es sich den Gang an die Börse vorstellen kann, so ist es nun jedes dritte (37 Prozent).