Frisches Kapital für BirdieMatch: Ein privater Kapitalgeber aus der Logistikwirtschaft investiert eine siebenstellige Summe in das Hamburger Start-up. 

Das Hamburger Start-up BirdieMatch hat eine Series A-Runde abgeschlossen. Nach Gesprächen mit verschiedenen Venture Capital Fonds haben sich die Gesellschafter der Job-Matching-Plattform für einen privaten Investor entschieden, der eine siebenstellige Summe in das Unternehme steckt. Wie hoch genau das Investment ist, wollte Co-Gründer Josef Schindler auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer nicht verraten. Auch der Name des Geldgebers bleibt geheim: „Es handelt sich um einen vermögenden Hamburger Transport- und Logistikunternehmer, der anonym bleiben möchte“, so Schindler.

Zukünftig möchte das Start-up das Online-Job-Matching auf gewerbliche Berufe in der Logistik ausdehnen, sagt Schindler im Gespräch mit WirtschaftsWoche Gründer, darum habe man sich für einen erfahrenen Branchenkenner als Investor entschieden. Auch der Ausbau des aktuell 20-köpfigen Teams an den Standorten Hamburg und Leipzig sei geplant: „Die Mitarbeiterzahl wird sich im Laufe der kommenden 12 Monate verdoppeln. Verstärken werden wir uns in den Bereich Vetrieb und IT.“

Der digitale Headhunter

Die 2016 an den Start gegangene Job-Matching-Plattform BirdieMatch funktioniert nach dem Prinzip einer Partnerbörse. Die beiden Gründer Josef Schindler und Bernd Vögele versprechen mit Hilfe von Algorithmen, die Job- und Persönlichkeitskriterien der eingestellten Profile abgleichen, innerhalb weniger Sekunden die passenden Kandidaten für Unternehmen zu ermitteln. Potentielle Arbeitgeber sollen BirdieMatch wie einen digitalen Headhunter einsetzen und ihre Recruitingprozesse somit digitalisieren können.

Eigenen Angaben zufolge verfügt das Start-up zwei Jahre nach dem Start über mehr als 10.000 registrierte Nutzer und 900 Arbeitgeber. Zwischen 50 und 100 erfolgreiche Matchings verzeichnete das Start-up derzeit pro Woche; aktuell seien knapp 1.000 Jobs online. Zu den Kunden von BirdieMatch zählen Konzerne wie DHL, DB Schenker oder Lufthansa sowie viele kleine und mittelständische Unternehmen.