Viele junge Tech-Unternehmen suchen händeringend nach neuen Fachkräften. Besonders intensiv ist die Suche in der Hauptstadt, wie eine aktuelle Auswertung zeigt.

Keine Finanzierungsmeldung ohne den Hinweis auf Mitarbeiterwachstum, keine Start-up-Homepage ohne zahlreiche Stellenausschreibungen: Für aufstrebende Tech-Unternehmen ist die Suche nach den passenden Angestellten eine der größten Herausforderungen. Das spiegelt sich auch in den digitalen Jobbörsen wieder: Laut einer aktuellen Erhebung ist etwa jede zwanzigste ausgeschriebene Stelle in Berlin in einem Start-up zu besetzen. Zwei Jahre zuvor war es noch mehr als jede dreißigste Stelle.

Die Metasuchmaschine Adzuna, die nach eigenen Angaben mehr als 900.000 Anzeigen von verschiedenen Jobportalen aggregiert, hat dafür den Anteil von ausgeschriebenen Jobs in Start-ups untersucht. Insgesamt registrierte das Portal im vergangenen Monat bundesweit etwa 7000 offene Jobs in deutschen Start-ups, mit 2000 Ausschreibungen entfiel etwa ein Drittel davon auf Berlin, mit deutlichem Abstand foolgen München (etwa 14 Prozent) und Hamburg (gut acht Prozent).

Die Erhebung sagt nichts aus über die absolute Zahl der ausgeschriebenen Stellen – und wenig über den Erfolg der Start-ups, die oft dringend benötigten Mitarbeiter auch zu finden. In dem aktuell boomenden Arbeitsmarkt stehen die jungen Firmen häufig in harter Konkurrenz mit Konzernen, die in der Regel mit mehr Sicherheit werben und oft mit besseren Gehältern punkten können. In einzelnen Branchen, wie etwa der Logistik mit vielen relativ jungen Start-ups, entwickelt sich so langsam ein Tauziehen um Talente.