Das BayStartUP-Netzwerk schickt Gründer mit Turbo in die Finanzierungsrunde: Ein Intensivkurs soll sie auf Investorengespräche vorbereiten.

In nur drei Monaten fit für die Finanzierungrunde: Dieses Versprechen gibt ein neues Coaching-Programm des BayStartUP-Netzwerks mit dem Namen „BayStartUP Go“. In den Inkubator am Münchner Technologiezentrum (MTZ) einziehen dürfen Gründerteams aus zwei bis vier Personen, die ein innovatives und skalierbares Geschäftsmodell vorweisen können und mindestens einen sechsstelligen Kapitalbedarf haben.

Um in das Programm aufgenommen zu werden, müssen Bewerber allerdings noch weitere Anforderungen erfüllen: Gefördert werden speziell Start-ups in der Frühphase, die Firmengründung darf also nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Außerdem sollte der Hauptsitz bereits in München oder Bayern liegen – oder zumindest ein Standort in Bayern geplant sein.

Talentscouting für Investoren

Wer die Bewerbung geschafft hat, erhält laut BayStartUP die Chance auf Finanzierungen von 50 000 bis 5 Millionen Euro. Außerdem wirbt das Netzwerk mit Kontakten zu mehr als 270 Business Angels und 100 institutionellen Investoren. Ziel des Förderprogramms sei es, die Idee der Gründer auf den Markt zu bringen – natürlich mit Beteiligung von Investoren aus dem Netzwerk.

Im Intensivkurs trainieren die Start-up-Teams für Investorengespräche und bereiten Unterlagen wie Businessplan, Pitchdeck und Finanzplanung vor. Am Ende sollen die Gründer möglichen Investoren und Geschäftspartnern erste Kennzahlen und Erfahrungswerte liefern können. Das Coaching-Programm ist kostenfrei, allerdings verlangt der Inkubator einen Beitrag für die Nutzung der Arbeitsplätze im MTZ.

Die Idee des Intensivcoachings über drei Monate ist nicht neu. Auch der schwedische Möbelhersteller Ikea hat erst im Mai den Start eines „Bootcamps“ für Gründer bekanntgegeben. Zu den bekannten Inkubatoren für Start-ups zählen Rocket Internet, FinLeap oder German Accelerator.