Bei Zalando verkaufen zwei Großaktionäre große Aktienanteile und Babbel erhält in einer Finanzierungsrunde frisches Kapital. Was diese Woche wichtig war.

Zalando ist eine Erfolgsgeschichte – nun scheint es die ersten Zweifel zu geben: In dieser Woche haben sich zwei Großaktionäre von nicht unerheblichen Aktienpaketen getrennt. Holtzbrinck Ventures und Access Industrie haben sich am Mittwoch von rund 8,3 Millionen Zalando-Papieren getrennt und damit 244 Millionen Euro bekommen. Beide Venture Capitalists besitzen trotzdem noch Anteile an Zalando. Die beiden Aktienpakete entsprechen insgesamt 3,36 Prozent des Grundkapitals von Zalando.

Überraschend ist, dass die Aktien unter dem Schlusskurs verkauft wurden. So sollte ein Kursrutsch verhindert werden. Trotzdem gab der Kurs nachbörslich nach. Im März kündigte das Unternehmen an, 2000 neue Jobs  zu schaffen und den Umsatz um 20 bis 25 Prozent erhöhen wollen. Allerdings wächst Zalando längst nicht mehr so stark, wie es die Zahlen zunächst vermuten lassen: Zwar legte Zalando im deutschsprachigen Bereich um 17 Prozent zu, in der gesamten Branche lag das Wachstum aber bei 20 Prozent. Vor einem Dreivierteljahr ist der Online-Händler an die Börse gegangen, der Kurs hat seitdem um 50 Prozent zugelegt.

Unterdessen erhält das Berliner Start-up Babbel frisches Kapital: Investoren rund um den neuen Geldgeber Scottish Equity Partners (SEP) statten das junge Unternehmen in seiner Series-C-Finanzierungsrunde mit 22 Millionen US-Dollar aus. Die bisherigen Investoren Reed Elsevier Ventures, Nokia Growth Partners und der Venture-Capitalist-Fonds Technologie Berlin beteiligen sich erneut.

„Wir wollen die internationale Expansion vorantreiben“, sagte der Geschäftsführer, Markus Witte, vorab im Gespräch mit WirtschaftsWoche Gründer. „Der Fokus liegt auf den USA.“ In den Vereinigten Staaten war Babbel mit seiner App, mit der Nutzer Sprachen lernen können, im Februar gestartet.