Gründer, die Technik zum Anfassen entwickeln, haben es oft schwerer als reine Software-Teams. In Berlin bietet nun mit AtomLeap ein neuer Hardware-Accelerator Unterstützung. 

Wenn Start-ups Unterstützung beim Unternehmensaufbau suchen, können sie sich inzwischen bei so vielen Accelerator-Programmen bewerben, dass es schwierig ist den Überblick zu behalten. Wozu also noch ein weiteres Beschleunigungsprogramm?

Der Berliner Accelerator AtomLeap richtet sich speziell an Hardware-Gründer. Das Programm ist gerade gestartet: Acht Teams werden über zwei Monate bei der Weiterentwicklung beraten. Neben den typischen Marketing- oder Finanzthemen stehen bei den Workshops vor allem Themen wie Platinendesign auf dem Programm. Der Schwerpunkt in der ersten Runde liegt auf Sensorik und Anwendungen im Internet der Dinge.

Über Partner wie Airbnb und die Deutsche Bahn können die Gründer Wohnungen sowie Car- und Bikesharing-Angebote nutzen. Zudem gibt es Kontingente für Materialien und Maschinen. AtomLeap arbeitet dabei mit dem Fab.lab zusammen – dort können die Gründer mit Platinenfräsen, 3D-Druckern, Lasercuttern und anderem High-Tech-Werkzeug ihre Ideen voranbringen. Zudem stehen Räume bei KPMG für Veranstaltungen und den geschäftlichen Teil zur Verfügung. AtomLeap hat keine keine eigenen Büros.

Der Accelerator verlangt im Gegenzug für seine Leistungen 2,5 Prozent der Unternehmensanteile. „Allerdings nur wenn die Teams das Programm bis zum Ende durchlaufen“, sagt AtomLeaps-Macher Robin Tech. Er rechnet damit, dass vier bis sechs der acht Teams dabei bleiben.

Am Ende stehen zudem 200.000 Euro von Business Angels, der Beteiligungsgesellschaft IBB oder dem High Tech Gründerfonds zur Verfügung, wenn die Start-ups im Pitch beim DemoDay Mitte September überzeugen können.

Bedarf für ein solches Programm scheint es zu geben. „Wir bekommen schon jetzt kontinuierlich weitere Bewerbungen“, sagt Tech. Er überlegt daher, statt zu festen Terminen künftig kontinuierlich Start-ups ins Programm aufzunehmen.

Wer sich bewerben möchte, sollte allerdings schon mehr als nur eine Idee vorweisen können: „Eine Skizze auf Papier kann jeder“, sagt AtomLeaps-Macher Robin Tech, „eine gewisse Ingenieurleistung und ein erster Prototyp müssen bereits da sein“.