Nach dem überraschenden Aus für die Cebit startet der Bundesverband Deutsche Startups e.V. eine Inititaive, um den Menschen mehr Lust auf Digitales zu machen.

Es war die Nachricht der vergangenen Woche: Als die Verantwortlichen das Ende der Hannoveraner Messe Cebit verkündeten war von echter Enttäuschung bis hin zu Aussagen wie ´es wurde auch Zeit´ an Reaktionen alles dabei. Überraschend allerdings kam die Entscheidung für fast alle.

Der Bundesverband Deutsche Startups, der in den vergangenen fünf Jahren als enger Partner der Deutschen Messe AG die Startup-Aktivitäten der CEBIT sowie der Hannover Messe begleitet hat, reagierte schnell auf diesen Paukenschlag und kündete jetzt an eine Alternative schaffen zu wollen:

Cebit als Symbol für den Innovationssstandort Deutschland

Im Juni wird der Verband ein digitales Bürgerfest veranstalten und gründet dazu die Initiative digitalgermany. Damit folgt er dem Vorbild aus der Schweiz, wo der zweite Digitaltag im Oktober an den an den Hauptbahnhöfen in Zürich, Lugano und Genf sowie an über einem Dutzend weiterer Standorte Digitalisierung für jeden zum Anfassen bot. Der Organisation digitalswitzerland haben sich bereits mehr als 100 namhafte Unternehmen angeschlossen. Das will der Verband auch in Deutschland schaffen und ruft Unternehmen aller Generationen, Start-ups wie Konzerne auf, sich ihm anzuschließen.

Unterstützung von Dorothee Bär

“Die CEBIT war nicht nur ein Symbol für den Innovationsstandort Deutschland. Die CEBIT war für viele meiner Generation zur Jahrtausendwende der digitale Wallfahrtsort im komplett analogen Deutschland. Statt in den Freizeitpark sind viele spätere Digitalexperten und Startup-Gründer in ihrer Jugend einmal im Jahr zu CEBIT gefahren. Für einen Tag waren wir Nerds unter uns. Dieser IT-Freizeitpark für die ganze Familie war die auf Fachbesucher beschränkte CEBIT in den letzten Jahren natürlich schon längst nicht mehr. Aber genau das braucht Deutschland jetzt, um den Menschen Lust auf die digitale Welt zu machen “, sagt Florian Nöll, Vorsitzender des Startup-Verbands.

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, unterstützt den Digitaltag ebenfalls: „Die Initiative digitalgermany hat die Zeichen der Zeit erkannt. Die digitale Revolution ist im Kern eine soziale, in allen Lebensbereichen. Daher muss der Mensch und sein Erlebnis auch bei Events viel mehr im Mittelpunkt stehen. Das ist der Weg der Digitalisierung in die Köpfe und Herzen der Menschen. Der Digitaltag trifft da voll ins Schwarze.“