Adventskalender mal anders: Bis zum 24. Dezember stellen wir das Produkt eines Start-ups vor. Im ersten Türchen: Littlelunch.

Suppen, die ungekühlt bis zu zwei Jahre haltbar sind – und auf nur aus Bio-Zutaten bestehen. Mit dieser Idee ging Littlelunch vor zwei Jahren an den Markt. Aktuell umfasst das Sortiment neun verschiedene Sorten, darunter auch sechs vegane Suppen.
Für ihre Idee erhielten die Brüder Denis und Daniel Gibisch in der Höhle der Löwen von Vural Öger, Judith Williams und Frank Thelen insgesamt 100.000 Euro, dabei wollten sie ursprünglich nur 60.000 Euro. Und es ging gut weiter: Schon für 2016 wird ein Umsatz von 20 Millionen Euro angepeilt, es soll nach China und England expandiert werden. Mittlerweile ist das Augsburger Start-up bei 4.000 Einzelhändlern gelistet, darunter Edeka, Rewe und Real. Aber sind die Produkte wirklich so gut, wie die Zahlen es vermuten lassen?
Die sechs Suppen werden in Gläsern in einem schlichten Karton, aber trotzdem sicher verpackt, geliefert – und das relativ zügig nach der Bestellung. Die Gläser können wiederverwendet oder recycelt werden. Dafür gibt es schon einmal einen Pluspunkt.
Die Sorten reichen von einer „einfachen“ Tomatensuppe bis hin zu „Little India“ – einer Suppe mit Kreuzkümmel, Ingwer und Banane, die unter den sechs Varianten ein kleines Highlight ist.Überhaupt lehnen sich die meisten Littlelunch-Suppen an ländertypische Geschmacksrichtungen und Gewürze an. Das ist eine Gefahr: Denn sicher mag nicht jeder Koriander oder auch Chili und Zimt.  Für die Sortenvielfalt, darunter auch noch Gulasch- und Kartoffelsuppe, gibt es einen weiteren Pluspunkt.
Punktabzug gibt es für die Menge: Ein Glas fasst 350 Milliliter – auch für ernährungs- und gesundheitsbewusste Menschen, die von dem Start-up vor allem angesprochen werden sollen, dürfte das zum Mittag- oder Abendessen zu wenig sein, um wirklich satt zu werden. So dass die Gründer ihr Versprechen, “echte Sattmacher“ zu sein, kaum einhalten dürften – eine Scheibe Brot oder ein Brötchen muss mindestens noch dabei sein, um wirklich gesättigt zu sein. Als „Vorspeise“ hingegen ist es schon fast etwas zu viel. Auf der Webseite stehen zusätzliche Hinweise, wie die Suppen verfeinert werden können. Wenn die Zeit dafür da ist, sicher ein guter Service, für das Büro aber leider unbrauchbar.
Einen weiteren Pluspunkt gibt es allerdings für die einfache Zubereitung und die Hinweise, die auf jedes Glas gedruckt sind: Schütteln – Deckel abnehmen – in der Mikrowelle, einem Wasserbad oder einem Topf erhitzen. Fertig. Das ist unkompliziert und schnell, wie man sich es wünscht.
Empfehlenswert?
Ja, weil nicht nur auf Bio-Zutaten geachtet wird, sondern auch auf klimaneutrale Produktion und möglichst wenig Müll. Außerdem sind die Suppen für Zwischendurch wirklich lecker.
Steckbrief zum Start-up 
Jahr der Gründung: 2014
Gründer: Denis und Daniel Gibisch
Ort der Gründung: Augsburg
Was sich dahinter verbirgt: Bio-Suppen, die in einem einmaligen Set oder in einem Abonnement mit einer Mindestlaufzeit von drei Monaten, bestellt werden können.