Im dritten Türchen: Das Start-up Kaffeeform stellt Tassen aus Kaffeesatz her – umweltschonend und sozial.

Irgendwie verwunderlich, dass noch niemand schon früher auf die Idee gekommen ist. Denn Kaffeetassen aus dem Satz herzustellen, ist ebenso einfach wie genial.

Die Idee dazu hatte Julian Lechner im Jahr 2009, als er gerade in Norditalien interdisziplinäre Gestaltung studierte. Es dauerte einige Zeit, bis er endlich Tassen herstellen konnte, die ebenso bruchsicher wie spülmaschinenfest sind.

Der Trick: Der Kaffeesatz wird mit Bio-Polymeren, also nachwachsenden Rohstoffen, und Harzen gefestigt, so dass die Tasse auch heißen Getränken standhält.

Weil sich die Maserung immer wieder unterscheidet, ist jede Tasse ein Unikat – dafür gibt es einen Pluspunkt, ebenso für die Verpackung: Die verströmt den Duft von frischem Kaffee. Dieser verschwindet auch nach zwei Wochen nicht, sofern die Packung immer verschlossen ist. Außerdem sind die Tassen leichter als vergleichbare Gefäße aus Glas oder Porzellan. Das Trinkgefühl wird durch den anderen Werkstoff ganz und gar nicht beeinträchtigt.

Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Produktion: Gründer Lechner lässt in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen produzieren. Mitarbeiter der Mosaik Werkstätten in Berlin ziehen los und sammeln den Kaffeesatz aus den Cafés ein. Mittlerweile werden so bis zu 800 Tassen aus 400 Kilogramm Kaffeesatz im Monat produziert.

Negativ ist nur der Preis: Eine Tasse mit Untertasse kostet zwischen 15 und 20 Euro.

Empfehlenswert?                                                                                                      

Für Kaffeeliebhaber sicher ein gutes Geschenk. Sie werden nicht nur an der Tasse, sondern auch den Duft von frischen Bohnen Gefallen finden.

Steckbrief

Jahr der Gründung: 2014

Gründer: Julian Lechner

Ort der Gründung: Berlin

Was sich dahinter verbirgt: Eine Espresso- oder Cappuccinotasse, inklusive Untertasse aus Kaffeesatz.