Nachdem 6Wunderkinder-Gründer Christian Reber im Mai sein eigenes Start-up verkaufte, investiert er nun gemeinsam mit seinem einstigen Geldgeber Frank Thelen in das FinTech-Start-up Outbank.

Im Juni hat Christian Reber sein Start-up 6Wunderkinder für eine geschätzte Summe zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar an Microsoft verkauft. Nun hat der Gründer offenbar Verwendung für das Geld gefunden: Er investiert in die Banking-App Outbank. Das Dachauer Start-up hat eine der beliebtesten FinTech-Applikationen Deutschlands entwickelt. Rund zwei Millionen Mal wurde die Outbank-App nach eigenen Angaben bisher heruntergeladen.

6Wunderkinder-Gründer Christian Reber und Investor Frank Thelen übernehmen nun 30 Prozent an dem Start-up, wie „t3n“ am Freitag exklusiv berichtete. Wie viel die beiden Geldgeber genau investierten, ist nicht bekannt. Auf Nachfrage wollte sich Outbank-Gründer Tobias Stöger laut „t3n“ nicht dazu äußern.

Ähnlich wie Number26 will die FinTech-App eine Plattform für Kunden sein, die einen Überblick über ihre Bankkonten und Kreditkarten behalten wollen. Über Outbank lassen sich aber auch Überweisungen tätigen. Allerdings gab es immer wieder Kritik an dem Geschäftsmodell, weil das Unternehmen dahinter, Stoeger IT, es häufig änderte.

Für Reber ist es sein erstes größeres Investment seit seinem Exit bei 6Wunderkinder. Mit seinem Start-up hat er allerdings diverse Erfahrungen mit Finanzierungsrunden gesammelt: Ende 2013 stieg der legendäre kalifornische Risikokapitalgeber Sequoia Capital mit 19 Millionen Dollar in das von Reber gegründete Start-up ein, auch Frank Thelen gehörte zu den Investoren, bevor Microsoft das Unternehmen übernahm. Ob Outbank allerdings einen ähnlich spektakulären Exit schafft, bleibt abzuwarten.