Erwarten sie diese Korrektur im nächsten Jahr?

Das weiß ich nicht. Aber ich glaube es wird nicht das große Platzen einer Blase geben, sondern kleinere Korrekturen. Manchmal heizt es sich zu sehr auf, dann kühlt es sich wieder etwas ab. Aber wir alle realisieren, dass manche Bewertungen ziemlich hoch sind und die Unternehmen müssen noch beweisen, ob sie gerechtfertigt sind.

Sie sind im Frühjahr 2014 an die Börse gegangen. War das zu früh oder sind sie froh, den Exit schon geschafft zu haben?

Das Timing war sehr gut und wir wachsen weiterhin stark.

Aber Sie sind immer noch nicht profitabel?

Nein, aber wir wollen nächstes Jahr einen positiven Cashflow vorlegen.

In Europa wäre es kaum möglich gewesen, an die Börse zu gehen, ohne profitabel zu sein, oder?

Ja, es gibt hier noch nicht diese Tradition für schnell wachsende Unternehmen.

Welchen Rat geben Sie Start-ups, die ins Silicon Valley ziehen wollen?

Es ist schwierig, da überhaupt etwas zu raten. Mit der Summe, die wir damals eingesammelt hatten (sechs Millionen Dollar im Jahr 2009, Anm. d. Redaktion), könnten wir es uns heutzutage nicht leisten, nach Kalifornien zu ziehen. Natürlich hätten wir heutzutage vielleicht auch mehr Geld eingesammelt.

Auch persönlich wäre es schwer. Ich habe meine Familie mitgebracht, wir haben drei Kinder und ein kleines Haus in der Nähe der City. Damals konnten wir uns das leisten aber heute wäre das unmöglich.

Herr Svane, vielen Dank für das Gespräch