Die beliebte Finanzierungsalternative über die Crowd kann sich später hingegen als hinderlich erweisen. Das Start-up Smarchive, dass heute Gini heißt, hatte 100 000 Euro per Crowdfunding eingeworben – doch als dann T-Venture einsteigen wollte, musste sich das Start-up mit seinen 144 Seedmatch-Investoren einigen. Ähnlich ist es nun bei Cashboard. Das Fintech-Start-up hatte sogar 450 000 Euro eingesammelt. Da nun aber prominente Geldgeber einsteigen wollen, möchte Cashboard die 478 Crowd-Investoren herauskaufen und bietet ihnen immerhin eine Rendite von 48,5 Prozent.

Einige andere Fintech-Start-ups haben sich wahrscheinlich über die Stiftung Warentest geärgert. Nachdem es schon einen heftigen Streit mit Posteo über den Test von Mail-Verschlüsselungsdiensten gab, sind nun gleich 31 von 38 Banking-Apps im Test durchgefallen. Fintech-Spezialist André M. Bajorat findet jedoch, dass die Testkriterien nicht überzeugen, da sie die Kundeninteressen und damit die Innovationen von neuen Anbietern ignorieren.

Gewonnen hat übrigens Outbank. Die Macher des Klassikers sitzen in Dachau und bestätigen damit eine weitere Erkenntnis dieser Woche: Selbst im gerade erst aufblühenden Segment der Finanz-Start-ups hat die Bankenmetropole Frankfurt schon das Rennen gegen Berlin verloren.