Mittlerweile arbeiten sie zu viert für Limmaland, in diesem Jahr sollen weitere Mitarbeiter hinzukommen. Für ihre Idee bekamen sie im Oktober des vergangenen Jahres den Gründerpreis 2015 der Wirtschaftsjunioren Köln.

Rabea Knippscheer erklärt den Erfolg des Unternehmens so: „Ikea-Möbel sind beliebt, weil es sich um preisgünstige Basisteile handelt. In jedem deutschen Kinderzimmer befindet sich mindestens ein Teil vom Schweden. Gleichzeitig wollen es die Menschen individuell und das können wir ihnen bieten.“

Immer häufiger bekommen die beiden auch Vorschläge von Kunden, die sich bestimmte Folien für ein Möbelstück wünschen. „Da müssen wir natürlich abwägen. Eine witzige Idee garantiert noch lange nicht, dass sich die Folie auch gut verkaufen lässt“, sagt Stefanie Gärtner. „Die Frage ist zunächst, ob die Entwicklungskosten im Verhältnis zur Anzahl der Käufer stehen.“

Do it yourself

Ideen von Kunden erhält auch Oliver Götze, Geschäftsführer von „New Swedish Design“ immer wieder. In den ersten Monaten nach der Gründung seines Start-ups belohnte er besonders gute Vorschläge mit Gutscheinen, Provisionen oder einem kostenlosen Produkt. Mittlerweile musste er damit aufhören – die Rückmeldungen nahmen überhand.

Mit seinem Unternehmen hat sich der Potsdamer auf die Herstellung von Zubehör für Ikea-Möbel spezialisiert. Auf die Idee kam er, als er selbst vergeblich auf der Suche nach einem Monitorständer für seinen neuen Schreibtisch von Ikea war. „Baue ich ihn mir eben einfach selbst“, dachte sich der studierte Maschinenbauer, der kurz zuvor seine langjährige Stelle als Verkaufsleiter für Werkzeugmaschinen in einem international agierenden Konzern aufgegeben hatte, um sich beruflich neu zu orientieren. „Eine Selbstständigkeit schwebte mir ohnehin schon lange vor, der Zufall mit dem Monitorständer gab dann den endgültigen Ausschlag.“