Der Geschäftsführer der Crowdinginvesting-Plattform Companisto, David Rhotert, sieht in Zeiten von Niedrigzinsen, dass risikobereite Anleger nach alternativen Anlageformen streben – und auch zu seiner Plattform. „Seit Anfang des Jahres hat sich das Investitionsvolumen im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2014 vervierfacht. Ob dies mit der Niedrigzinsphase zusammenhängt, lässt sich nicht bemessen, aber natürlich freut uns der Zuwachs“, sagt Rhotert.

Den Charme des Crowdinvestings erklärt er damit, dass „Anleger frühzeitig in spannende und innovative Unternehmen“ investieren können, die  ihre Wachstumsphasen noch vor sich haben und sich in Hinblick auf Renditechancen positiv entwickeln können“. Haake von der Konkurrenz-Plattform DMI spricht gar von einem wachsenden Trend, der sich in einer täglich steigenden Zahl an Registrierungen und wachsenden Investmentsummen niederschlage. „Vor allem die Anzahl der Mehrfachinvestments der einzelnen Investoren ist Ausdruck dieses stabilen Trends und zeigt, dass diese Anlageform akzeptiert wird“, sagt Haake.

Risiko ja, aber auch Chancen

„Um überhaupt noch eine Verzinsung zu erzielen, die oberhalb der Inflationsrate liegt, bleibt im Grunde nur noch der Rückgriff auf risikoreichere Anlagen übrig“, so Beck. „Wie Aktien und Fonds zählt das Crowdinvesting genau zu diesen risiko- aber auch chancenreicheren Anlageformen, die aufgrund der Niedrigzinsphase vermehrt interessant werden.“

Dies kann sowohl der Crowdinvesting-Branche weiter Aufwind verleihen, also auch den darauf setzenden Start-ups eine mehr und mehr erfolgsversprechende Finanzierungsmöglichkeit bieten: „Wenn mehr Kapital in innovative Geschäftsideen fließt, dann trägt dies sicherlich auch zu mehr Kundengewinnung bei, weil das Geschäft weiter skaliert werden kann“, sagt Rhotert.

Für die nächste Zeit also ein vielversprechendes Konzept, das sich bislang Crowdinvesting-fremde Start-ups gerade jetzt vielleicht genau ansehen sollten.